Bremen Ein Bremer aus China

Bremen. Es sieht aus wie schlecht geparkt. Doch das, was da zwischen Roland, Rathaus und Bürgerschaft steht, wird von vielen Bremern bewundert: Mehr als 50 Jahre nach der Pleite des Bremer Autobauers Borgward steht wieder ein neues Modell mit dem markanten Rhombus am Kühlergrill auf dem Marktplatz.
30.09.2015, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Ein Bremer aus China
Von Stefan Lakeband

Es sieht aus wie schlecht geparkt. Doch das, was da zwischen Roland, Rathaus und Bürgerschaft steht, wird von vielen Bremern bewundert: Mehr als 50 Jahre nach der Pleite des Bremer Autobauers Borgward steht wieder ein neues Modell mit dem markanten Rhombus am Kühlergrill auf dem Marktplatz.

Am Dienstagnachmittag sorgte es für viel Aufregung. Vor allem viele Männer streichelten ehrfürchtig über den matt-grauen Lack des BX7, griffen nach dem mit Leder umzogenen Lenkrad und bewunderten das große Display im Cockpit des SUVs. „Der Wagen kommt direkt von der IAA in Frankfurt“, sagte Jürgen Schramek von Borgward dem WESER-KURIER. „Bislang gibt es drei Prototypen.“ Der Wagen vor dem Rathaus sei einer davon.

Auf der Autoausstellung, die am Sonntag zu Ende ging, wurde das erste Borgward-Modell seit der Insolvenz 1961 zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Die Resonanz war sehr positiv, sagt Schramek. „Auch wenn sich einige daran gestört haben, dass er wenig mit den alten Borgward-Modell zu tun hat.“ Viele Bremer, die sich am Dienstag den Wagen genauer angeschaut haben, waren dem Comeback-Versuch jedenfalls nicht abgeneigt. „Kann ich den jetzt mitnehmen?“, scherzte etwa einer, als er sich hinter das Lenkrad setzte. Er wurde jedoch enttäuscht. Am Nachmittag wurde der graue SUV wieder auf einen Transporter geladen. Kommendes Jahr soll die serienmäßige Produktion des BX7 beginnen, zuerst allerdings für den chinesischen Markt und für Schwellenländer. Erst 2017 soll der Borgward dann auch in Deutschland verkauft werden.

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