Verbraucher Inspektionsintervalle: Keine Hinweispflicht des Händlers

Karlsruhe. Ein Gebrauchtwagenhändler muss einen Kunden nicht ungefragt auf bestimmte Inspektionsintervalle hinweisen. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Karlsruhe hervor, über das die Fachzeitschrift «NJW-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht» berichtet.
28.10.2010, 11:20
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Karlsruhe. Ein Gebrauchtwagenhändler muss einen Kunden nicht ungefragt auf bestimmte Inspektionsintervalle hinweisen. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Karlsruhe hervor, über das die Fachzeitschrift «NJW-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht» berichtet.

Es sei Sache des Käufers, sich mit den entsprechenden Vorgaben vertraut zu machen (Aktenzeichen: 6 O 82/09). Das Gericht wies in dem Fall die Schadenersatzklage eines Gebrauchtwagenkäufers ab. Der Mann hatte übersehen, dass der Zahnriemen des Motors laut der Betriebsanleitung des Wagens beim Kilometerstand von 60 000 überprüft werden sollte. Beim Kilometerstand von 72 000 riss dann der Zahnriemen - der Motor wurde zerstört. Das Landgericht sah für Schadensersatz aber keine Rechtsgrundlage: Der Händler habe keine vertraglichen Pflichten verletzt. (dpa/tmn)

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