Alle Jahre wieder Kfz-Versicherungen online vergleichen und wechseln

Bremen. Bis zum Stichtag 30. November haben die meisten Autofahrer noch Zeit, Kfz-Versicherungen zu vergleichen und zu wechseln. Doch auch nach dem 30. November kann die Versicherung gewechselt werden: Wenn der Versicherer die Beiträge angehoben hat, besteht ein Sonderkündigungsrecht.
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Bremen. Bis zum Stichtag 30. November haben die meisten Autofahrer noch Zeit, Kfz-Versicherungen zu vergleichen und zu wechseln. Dieser Stichtag für den Wechsel der Autoversicherung gilt für die Autobesitzer, wenn die Kfz-Versicherung zum Jahresende ausläuft. Doch auch nach dem 30. November kann die Versicherung gewechselt werden: Wenn der Versicherer die Beiträge angehoben hat, besteht ein Sonderkündigungsrecht.

Vergleich macht reich. Das gilt besonders für den Vergleich von Kfz-Versicherungen. Im September 2014 dachten ungefähr 8 Millionen privat versicherte Kfz-Halter darüber nach, ihre Verträge zu wechseln. Zu diesem Ergebnis kommt die YouGov-Studie „Wechseltätigkeit in der Kfz-Versicherung 2014“. Besonders wichtig beim Versicherungswechsel ist der Preis. 2013 nannten 55 Prozent der Befragten in einer YouGov-Studie die Beitragshöhe als wichtigstes Entscheidungsmerkmal für einen Versicherungswechsel.

Die Suche nach einer neuen günstigen Autoversicherung ist am bequemsten, wenn ein Vergleichsrechner genutzt wird. Hier können die Tarife verschiedener Autoversicherer direkt miteinander vergleicht werden. Auch wenn keine günstigere oder bessere Kfz-Versicherung durch einen Tarifvergleich ermittelt wird, kann zumindest die bestehende Versucherung in ihrem Preis-Leistungsverhältnis bestätigt werden.

Gekündigt sollte allerdings erst dann, wenn ein neuer Anbieter gefunden wurde. Ansonsten besteht die Gefahr, ohne Versicherungsschutz unterwegs zu sein. Versichterte schauen am besten im Vertrag nach der Kündigungsfrist. Normalerweise kann eine Kfz-Versicherung zum Jahresende mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden. Die Kündigung muss also bis zum 30. November 2014 beim alten Versicherer eingehen. Ein rechtzeitiger Versand der Kündigung ist daher Pflicht für einen Wechsel. Ansonsten verlängert sich die teure alte Kfz-Versicherung um ein weiteres Jahr.

Tarife im Internet vergleichen lohnt

Im Internet tummelt sich eine ganze Reihe Vergleichsrechner und Empfehlungsportale. Der richtige Kfz-Tarif kann schnell und unkompliziert mit einem Vergleichsrechner ermittelt werden. Jedoch sind nicht immer alle Versicherungsunternehmen im jeweiligen Kfz-Versicherungsrechner aufgeführt. Die Suche in mehreren Vergleichsrechnern lohnt sicht dabei. Zu den bekanntesten Anbietern gehören:

Tarifcheck24: Das Vergleichsportal Tarifcheck24 gibt es seit 2001. Es bietet den kostenlosen Vergleich von über 240 Kfz-Versicherungen an. Es besteht die Möglichkeit, durch Eingabe der E-Mail-Adresse die Ergebnisse des Kfz-Versicherungs-Vergleichs für später zu sichern.

Verivox: Verivox ist ein großes Vergleichsportal für Telekommunikation, Strom und Versicherungen. Zum Juli 2014 hat Verivox die Kfz-Versicherungs-Vergleichsportale Transparo und aspect-online übernommen und bietet seitdem auch einen Vergleich von Kfz-Versicherungen an. Der Vergleichsrechner enthält 200 Kfz-Versicherungs-Tarife.

NAFI-Auto: Wer eine größere Auswahl an Tarifen vergleichen möchte, kann auf das Portal NAFI-Auto zurückgreifen, das von einem Beratungsunternehmen für Versicherungsmakler zur Verfügung gestellt wird. Bei der Berechnung werden keine persönlichen Daten abgefragt. Die Berechnung erfolgt unverbindlich, anonym und ohne Werbung.

Worauf zu achten beim Vergleich?

Neben dem Auto, dem Ort der Zulassung und dem Halter haben noch weitere Faktoren einen Einfluss auf die Beitragshöhe der Kfz-Versicherung. Auch werden bei den unterschiedlichen Versicherungstarifen nicht alle Risiken ausreichend abgedeckt. Neben dem Preis sollten deshalb auch die Versicherungsleistungen im Blick bleiben.

Werkstattbindung: Wenn ein Vertrag mit Werkstattbindung abgeschlossen wird, wird im Schadensfall auf eine freie Wahl der Autowerkstatt verzichtet. Stattdessen muss eine Partnerwerkstatt des Versicherers genutzt werden. Wird dem nicht nachgegangen, drohn rückwirkend Leistungskürzungen und der Wegfall des Rabatts.

Mallorca-Police: Wer oft mit einem Mietwagen im Ausland unterwegs ist, sollte darauf achten, die Mallorca-Police in seiner Kfz-Haftpflichtversicherung zu haben. Dadurch werden auch die Schäden bei Unfällen mit einem Mietwagen im Ausland gezahlt, die von der Versicherung des Mietwagens nicht vollständig übernommen werden. Oft liegen die Haftungsgrenzen der dortigen Versicherer unter der eigentlichen Schadenshöhe.

Grobe Fahrlässigkeit: Ein sehr sinnvoller Punkt in der Kfz-Versicherung ist der "Verzicht auf Einwand grober Fahrlässigkeit". In diesem Fall steht die Autoversicherung auch für Schäden gerade, die zum Beispiel beim Überfahren einer roten Ampel oder einer sehr hohen Geschwindigkeitsübertretung entstehen. Ohne diesen Passus würde die Versicherung lediglich einen Teil der Schadenssumme zahlen.

Tierunfälle: Viele Kfz-Versicherungen unterscheiden sich darin, welche Art von Unfällen mit Tieren versichert sind. Während Versicherer A nur bei Schäden durch Wildtiere einspringt, sind bei Versicherer B Unfälle mit allen Wirbeltieren eingeschlossen.

Ebenso sollte ihr auf die Klausel bei Schäden durch Marderbisse achten. Hier reicht das Spektrum von der Übernahme der reinen Materialkosten bis hin zu den Folgeschäden, die durch die Schäden des Bisses entstehen.

Sonderkündigungsrecht nutzen!

Auch wenn der 30. November als Stichtag für den Wechsel der Kfz-Versicherung verpasst wurde, ist in vielen Fällen trotzdem ein Wechsel möglich. Wenn zum Beispiel die neue Jahresrechnung später ankommt und diese auch eine Preiserhöhung ankündigt, kann ein Sonderkündigungsrecht von einem Monat geltend gemacht werden.

In diesen Fällen gilt ein Recht auf Sonderkündigung:

  • bei einer Beitragserhöhung
  • bei einem Fahrzeugwechsel (neue Typklasse)
  • bei einer Neuzulassung (neue Typklasse)
  • bei Änderungen der Regionalklasse
  • bei einem Schadensfall (auch die Versicherung kann kündigen)
  • bei Änderung der Vertragsbedingungen

Wie wird gekündigt?

Wenn das Recht auf Sonderkündigung genutzen werden soll, hat dies schriftlich zu erfolgen. Der alten Versicherung muss unter Angabe des Grundes, am besten per Einschreiben, die Kündigung mitgeteilt werden. Vor der Kündigung sollte der neue Vertrag aber bereits abgeschlossen sein. Für die Kündigung ist in der Regel ein Zeitraum von einem Monat, beginnend mit dem Tag, an dem die Mitteilung der Beitragserhöhung eingegangen ist, vorgeschrieben. (sparwelt.de)

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