Ingo Bartau von blaukopp sucht als Pedalritter die stetige Herausforderung

Mit dem Klapprad auf der Siegerspur unterwegs

Der Frühling ist bereits in Sicht. Der richtige Zeitpunkt also, um das Fahrrad aus dem Winterquartier zu holen.
05.03.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Christina Klinghagen

Der Frühling ist bereits in Sicht. Der richtige Zeitpunkt also, um das Fahrrad aus dem Winterquartier zu holen. Neben hilfreichen Tipps zur Instandhaltung des Zweirads, erhält man bei blaukopp in der Gevekothstraße 14 sämtliches Zubehör wie Klingel, Dynamo, Sattel, Reifen und Felgen. Gern steht Ladeninhaber Ingo Bartau seinen Kunden mit Rat und Tat zur Seite und bietet in seiner Werkstatt Service rund um das Rad an.

Nach wie vor liegt der Schwerpunkt auf Heimwerkerbedarf und Haushaltsartikeln. Aber auch, wer auf der Suche nach einem neuen oder gebrauchten Fahrrad ist, findet hier das passende Exemplar.

Vorliebe fürs Klappbare

Wie Bartau verrät, ist er selbst stolzer Besitzer von zehn unterschiedlichen Rädern, die er sorgsam hegt und pflegt. Und das hat einen guten Grund: Denn in seiner Freizeit erkundet er sehr gern als Pedalritter die Gegend und nimmt an außergewöhnlichen Wettbewerben teil. Ein Klapprad aus den siebziger Jahren ist sein Favorit. Mit diesem kleinen, aber praktischen Gefährt verbindet Bartau viele schöne Erlebnisse. Etliche tausend Kilometer hat er damit bereits zurückgelegt und das, ohne größere Pannen zu erleiden. „Ich habe das Klapprad umgebaut und Sattel und Lenker so eingestellt, dass man damit aerodynamisch fahren kann“, erzählt der Radliebhaber. Im vergangenen Jahr ist er damit in vier Tagen von Bremen nach Berlin geradelt. Eine wirklich beachtliche, sportliche Leistung. „Davor war ich mit meinem Rad in Ludwigshafen. Der Weg dorthin war viel weiter und vor allem bergiger“, betont Bartau, der offenbar gut im Training ist und sucht den Vergleich mit Gleichgesinnten.

So startete er im vergangenen Jahr zum ersten Mal mit seinem blauen Renner beim Kalmit-Rennen in der Pfalz. Eine Disziplin, bei der ausschließlich Klappräder zugelassen sind. „Es ist eine Mischung aus sportlichem Ereignis und Karneval, die mir sehr gut gefällt. Das war schon anstrengend, aber eben auch lustig“, so Bartau. Wie er berichtet, gibt es seit nunmehr vier Jahren ein weiteres Radrennen in dieser Form, das unter dem Namen World-Klapp bei Kaiserslautern veranstaltet wird und das er als nächstes bestreiten will. Damit er dort am 1. und 2. Mai in Höchstform ist, trainiert er jetzt mehrmals wöchentlich im Blockland. Die Formalitäten, um an diesem Rennen teilnehmen zu dürfen, erfüllt er auf jeden Fall. Das 20-Zoll-Rad muss älter als 30 Jahre sein und darf keine Gangschaltung haben. Der Fahrer selbst muss Oberlippenbartträger sein. „Ohne Bart kein Start“, scherzt Bartau.

Die sportliche Komponente steht beim World-Klapp im Mittelpunkt. In Vierer-Teams gilt es, 24 Stunden lang zu strampeln, was die Waden hergeben. „Es sind sehr gute Fahrer dabei. Daher ist eine intensive Vorbereitung unerlässlich“, unterstreicht der Klappradspezialist. Mit seinem schicken Rad Marke Eigenbau und dessen aerodynamischen Eigenschaften hat er sicherlich gute Chancen, sich beim World-Klapp zu qualifizieren. Im Blockland hat Bartau jedenfalls schon so manchen Rennradfahrer mit seinem rasanten Gefährt beeindruckt. Wie er betont, könne er bei günstigen Witterungsverhältnissen gut mit diesen Flitzern mithalten. „Eine Geschwindigkeit von 35 Stundenkilometern ist locker drin, wenn ich keinen Gegenwind habe und auf ebener Strecke radele.“

CKL

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