Technik Neuer Bio-Sprit kann zu Motorschaden führen

München (dpa/tmn) - Ab Anfang 2011 müssen Autofahrer beim Tanken auf das richtige Super-Benzin achten. Dann bieten Tankstellen das neue Super E10 an, das einen Bioethanolanteil von bis zu zehn Prozent enthält. Doch viele Autos vertragen den Kraftstoff nicht.
27.09.2010, 15:24
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München (dpa/tmn) - Ab Anfang 2011 müssen Autofahrer beim Tanken auf das richtige Super-Benzin achten. Dann bieten Tankstellen das neue Super E10 an, das einen Bioethanolanteil von bis zu zehn Prozent enthält. Doch viele Autos vertragen den Kraftstoff nicht.

Zahlreiche Autos in Deutschland laufen nur mit Sprit, dessen Ethanolanteil bei fünf Prozent liegt - ansonsten könne es zu einem Motorschaden kommen. Darauf weist der ADAC in München hin. Die Mineralölgesellschaften haben dem Automobilclub zufolge zugesagt, weiterhin Bio-Kraftstoff mit fünf Prozent Ethanol anzubieten. Versorgungsengpässe mit dem alten Kraftstoff werde es voraussichtlich nicht geben. Autofahrer, die kein Super E10 tanken können, müssen aber darauf achten, nicht aus Versehen zum falschen Zapfhahn zu greifen. Denn die Kennzeichnungen an den Tankstellen seien schon jetzt oft irreführend und uneinheitlich.

Autofahrer, die nicht sicher sind, ob ihr Wagen den neuen Bio-Sprit verträgt, können sich unter anderem an ihren Hersteller wenden: Viele Unternehmen planen zur Einführung des Super E10 spezielle Telefon-Hotlines. Auch die Vertragswerkstätten können Auskunft über die E10-Verträglichkeit des jeweiligen Autos geben. Tankstellen bieten den neuen Bio-Kraftstoff ab dem 1. Januar 2011 an.

Der ADAC warnt vor indirekten Preiserhöhungen: Um Autofahrer zum Umstieg auf Super E10 zu bewegen, könnten die Anbieter den Preis für das alte E5-Super erhöhen. Und auch wer das neue Bio-Benzin mit zehn Prozent Ethanol tanken kann, zahlt am Ende mehr: Der Energiegehalt des Super E10 ist dem ADAC zufolge geringer - und damit steigt der Verbrauch.

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