Automobile Unvernunft Offroad-Ungetüm als E-Auto: Hummer feiert Comeback

Er galt als der Inbegriff der automobilen Unvernunft. Doch jetzt meldet sich der Geländewagen Hummer zurück - als E-Auto. Reicht der grüne Anstrich vielleicht sogar für ein Ticket nach Europa?
29.07.2022, 13:43
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

Der Hummer ist wieder da. Ein Jahrzehnt nach dem Produktionsstopp für den gewaltigen Geländewagen bringt General Motors jetzt die Neuauflage als E-Auto in den Handel. Der Verkauf in den USA hat laut GM in diesen Tagen zu Preisen ab zunächst 110 000 US-Dollar Euro begonnen.

Später sollen abgespeckte Varianten unter 80 000 Dollar starten. Ob und wohin der Hummer auch in den Export geht, ließ der Hersteller noch offen.

Hummer kommt mit bis zu 1000 PS Leistung

Optisch zeigt sich der Hummer nach wie vor gigantisch. Autos wie eine Mercedes G-Klasse wirken zierlich daneben. Auch bei der Technik betreibt General Motors eine Aufrüstung der Superlative. In der Erstauflage gibt es vorne einen und hinten zwei Motoren mit zusammen rund 735 kW/1000 PS und über 1600 Nm Drehmoment.

Das Ergebnis sind Fahrleistungen auf dem Niveau eines Supersportwagens. So beschleunigt der Hummer trotz seiner drei Tonnen Leergewicht binnen 3,0 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit hat GM nicht mitgeteilt.

Die Reichweite soll bis zu rund 500 Kilometer betragen

Um den Preis zu drücken und die Reichweite zu erhöhen, sollen später Versionen mit drei Motoren und 610 kW/830 PS oder mit zwei Motoren und 460 kW/625 PS folgen.

Um die Motoren mit genügend Energie zu versorgen, stapelt GM zwei Batteriepakete übereinander und kommt damit auf eine nutzbare Kapazität von rund 210 kWh. Das ergibt laut GM in der US-Norm eine Reichweite von etwa 520 Kilometern.

Weil der Hummer beim Laden die Betriebsspannung auf 800 Volt anheben kann, fließt der Strom im besten Fall mit 350 kW und binnen zehn Minuten steigt die Reichweite um 160 Kilometer.

Export: Kommt der Hummer, oder kommt er nicht?

Zwar öffnet dem Hummer der Elektroantrieb zwar grundsätzlich auch die Tür zu Exportmärkten, weil dann niemand über CO2-Grenzwerte nachdenken muss. Doch ob und wann der Wagen tatsächlich nach Europa kommt, lässt der Hersteller erst einmal offen.

Auf die Schnelle jedenfalls ist damit nicht zu rechnen. Denn nachdem es in den USA schon binnen weniger Wochen über 70 000 Vorbestellungen gab, ist der elektrische Hummer direkt zum Debüt erst einmal ausverkauft.

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