Baujahr 2007 bis 2016 So schneidet der Volvo V70 beim Tüv Report ab

Wer einen nicht ganz so wuchtigen Kombi wie den aktuellen V90 sucht, kann als Volvo-Interessent zum kürzeren V70 greifen. Den gibt es allerdings nur noch gebraucht. Was ist beim Kauf zu beachten?
26.10.2021, 04:37
Lesedauer: 2 Min
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Von dpa

Berlin (dpa/tmn) - Großer Laderaum und trotzdem nicht wuchtig: Der Volvo V70 ist sowohl für Familien interessant als auch für diejenigen, die im Auto großen Platzbedarf haben. Er wird zwar nicht mehr gebaut, als Gebrauchter ist er aber durchaus noch zu haben.

Wir betrachten die dritte und letzte Modellgeneration, die bei der Hauptuntersuchung (HU) teils schwächelt - was aber auch auf üblicherweise hohe Laufleistungen und einhergehenden Verschleiß zurückgeht. So gesehen hält sich der V70 ganz gut.

- Modellhistorie: Den V70 gab es über drei Generationen vom Modellstart 1996 bis zum Typ B, der von 2007 bis 2016 gefertigt wurde. Generation Nummer drei erhielt 2011 und 2013 seine Facelifts, die dem Modell neben äußerlichen Retuschen unter anderem ein erneuertes Armaturenbrett und ein größeres Angebot an Assistenzsystemen brachte.

- Karosserievarianten: Der V70 ist ein klassischer Kombi mit fünf Türen. Nur von der ersten Generation gab es auch eine Stufenhecklimousine (S60) sowie die höhergelegte Version XC.

- Abmessungen (laut ADAC): 4,82 m x 1,86 m bis 1,55 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 455 l bis 1625 l.

- Stärken: Der V70 ist aufgrund seines Innenraumangebot vor allem ein Reiseauto, das dank seiner Anhängelast von bis zu zwei Tonnen auch mit Wohnwagen gut zurecht kommt. Laut „Auto Bild Tüv Report 2021“ ist der Schweden-Kombi „öfter ohne festgestellte Mängel als das Gros der geprüften Fahrzeuge“. Solide zeigt er sich bei Bremsschläuchen und -leitungen sowie der Funktion von Betriebs- und Feststellbremse. Rost am Fahrwerk? Meist Fehlanzeige.

- Schwächen:In einigen Disziplinen patzt der V70. Dazu die Radaufhängung, deren Mängelquoten ab der dritten HU deutlich ansteigen, Lenkanlagen ernten in allen Jahrgängen viel Kritik. Kunststoffscheinwerfer neigen zum Vergilben, Motoren und Getriebe zu Ölverlust - was die Abgasuntersuchung (AU) im gehobenen Alter schon mal zur Hürde macht.

- Pannenverhalten: Der ADAC schreibt zum V70: „Nur die beiden jüngsten Jahre liefern gute Ergebnisse.“ Pannenschwerpunkte sind demnach: Antriebsriemen von Exemplaren mit Erstzulassung 2011 sowie Kraftstoffpumpen (2008 bis 2011). In der veröffentlichten Pannenstatistik des Clubs kommt der Kombi aufgrund niedriger Zulassungszahlen nicht vor.

- Motoren: Benziner (Vier- und Fünfzylinder, Front- und Allradantrieb): 107 kW/145 PS bis 224 kW/305 PS; Diesel (Vier- und Fünfzylinder, Front- und Allradantrieb): 80 kW/109 PS bis 158 kW/215 PS; FlexiFuel E85 für Ethanol-Benzin-Gemisch: 107 kW/145 PS bis 170 kW/231 PS.

- Marktpreise (laut „DAT Marktspiegel“ der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern):

V70 T6 AWD Summum (2015); 224 kW/304 PS (Sechszylinder); 127.000 Kilometer; 19.850 Euro.

V70 D2 Kinetic (2016); 88 kW/119 PS (Vierzylinder); 130. 000 Kilometer; 11.950 Euro.

V70 D4 AWD DPF Momentum (2014); 133 kW/185 PS (Fünfzylinder); 167.000 Kilometer; 12.550 Euro.

© dpa-infocom, dpa:211025-99-730674/3

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