Was Autofahrer wissen wollen Sollte ich mit heißem Wasser Autoscheiben enteisen?

Auch im Winter haben es manche Autofahrer eilig. Die Scheiben müssen vor dem Start dennoch frei sein. Kochendes Wasser sorgt da bestimmt schnell für Durchblick, oder besser nicht?
16.02.2021, 05:01
Lesedauer: 1 Min
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Berlin (dpa/tmn) - Ein klirrend-kalter Morgen. Die Autoscheiben sind komplett zugefroren, es ist kalt und es muss schnell gehen. Da könnte man auf die Idee kommen, den Wasserkocher anzuwerfen, um dann mit annähernd 100 Grad heißem Wasser die Scheibe im Handumdrehen freizulegen.

Die Betonung liegt auf könnte. Denn wer tatsächlich kochend heißes Wasser auf eine eiskalte Scheiben kippt, riskiert wegen der hohen Temperaturunterschiede Risse oder eine gesprungene Scheibe, warnen der Auto Club Europa (ACE) und der ADAC. Das ist gefährlich, geht ins Geld und kostet Zeit.

Besser eignet sich die herkömmliche Methode, zunächst Schnee mit einem weichen Besen zu entfernen und dann die Scheiben rundum mit einem guten Eiskratzer zu bearbeiten. Der hat eine verzahnte Seite zum Aufrauen dicker Eisschichten und eine glatte zum Schieben.

Dabei nicht mit unnötig viel Druck arbeiten, denn Schmutzteilchen können wie Schmirgelpapier wirken. Hüllen von CDs oder Kreditkarten eigenen sich nicht dazu. Aber Enteiserspray kann zum Einsatz kommen und die Arbeiten erleichtern.

Um zumindest an der Frontscheibe Eisbildung zu erschweren, kann sie mit einer speziellen Schutzfolie aus dem Autozubehör abgedeckt werden. Notfalls langt auch ein Stück Pappe. Allerdings muss die Scheibe trocken sein, bevor die Abdeckung aufgelegt wird, damit sie nicht festfrieren kann. Im Handel finden sich auch großflächigere, winterfeste Abdeckungen für ganze Scheibenpartien, sogenannte Halbgaragen.

© dpa-infocom, dpa:210215-99-450992/4

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