Elektrischer Vision Scénic Studie: Renault zeigt Ausblick auf Scénic-Nachfolger

Der Modus ist Geschichte, der Espace steht vor dem Aus und den Scénic gibt es nur noch als Langversion: Großraumlimousinen stehen bei Renault aktuell nicht mehr sonderlich hoch im Kurs. Oder?
19.05.2022, 12:07
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

Halb SUV, halb Van: Renault bereitet den Nachfolger des Scénic vor. Eine Studie namens Vision Scénic gibt einen ersten Ausblick auf die neue Generation der Großraumlimousine. Sie soll 2024 nur noch mit Elektroantrieb vom Band laufen.

Knapp 4,50 Meter lang und betont bullig gezeichnet, bietet der Scénic innen die Funktionalität einer Großraumlimousine. Deshalb gibt es bei 2,84 Metern Radstand einen ebenen Wagenboden und einen weiten Verschiebebereich für die nahezu schwebenden Sitzmöbel.

Viele neue Ideen im Innenraum des Vision Scénic

Ohne direkten Serienbezug ist dagegen das Cockpit. Es soll laut Renault neue Maßstäbe für die Ergonomie setzen setzt auf viele Kameras und Bildschirme für ein erweitertes Blickfeld. Dazu gibt es neue Sicherheitssysteme, wie einen im Sitz integrierten Cocoon-Airbag, der sich wie ein Anzug um die Insassen legt.

Auch beim Materialkonzept geht Renault neue Wege: Weil die Franzosen Nachhaltigkeit nicht allein über den E-Antrieb definieren, bauen sie die Studie nach eigenen Angaben zu 95 Prozent aus wiederverwendbaren Materialien. Das gilt nicht nur für Konsolen oder Verkleidungen aus alten Milchflaschen und Abflussrohren sowie natürlich für die Karosserie, sondern zum Beispiel auch für die Batterie.

Doppelter Energiefluss mit Batterie und Brennstoffzelle

Nachdem Renault im Megane E-Tech gerade die jüngste Generation von Elektroantrieb vorgestellt hat, spinnen die Franzosen den Faden weiter und demonstrieren im Scénic die Vision eines Brennstoffzellen-Hybrids. Der kombiniert einen 160 kW/218 PS starken E-Motor und eine mit 40 kWh vergleichsweise kleine, deshalb leichte und auch bezahlbare Batterie mit einer 15 kW-Brennstoffzelle.

So lasse sich die Reichweite auf rund 800 Kilometer steigern, während die Ladezeiten auf wenige Minuten schrumpften, argumentiert Renault. Eine Serienfertigung dieses Antriebs, so räumen die Verantwortlichen ein, stehe aber noch in weiter Ferne.

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