Gebrauchtwagen-Check Suzuki Jimny (1998 bis 2018)

Kurz und kantig - so zeigt sich der Suzuki Jimny. Im Gegensatz zu vielen boomenden SUVs ist der Japaner ein waschechter Geländegänger. Was müssen Gebrauchtkäufer über den Offroader wissen?
15.02.2022, 04:04
Lesedauer: 2 Min
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Von dpa

Berlin (dpa/tmn) - Der Jimny ist ein Charaktertyp: Die Ausstattung ist karg, der Komfort unterentwickelt. Aber dank guter Geländetechnik mit zuschaltbarem Allradantrieb, Reduktionsgetriebe und großer Böschungswinkeln ist der Jimny ein Offroad-Könner. Und er hat seine Fangemeinde, er gilt als wertstabil - bei der Hauptuntersuchung (HU) kommen jedoch viele Mängel zutage.

Modellhistorie: Als Nachfolgemodell des Suzuki SJ/Samurai kam der Jimny 1998 in Deutschland auf den Markt. Immer wieder gab es technische Veränderungen, um die Motoren an Abgasnormen anzupassen. Facelifts führte Suzuki 2005 und 2012 durch. Ebenfalls 2012 flog der von Renault beigesteuerte Diesel aus dem Programm. 2018 kam die zweite Generation auf den Markt.

Karosserievarianten:Der Jimny ist ein kompakter Dreitürer. Es gibt ihn geschlossen und als Cabrio mit Hardtop (dieses nur mit Ottomotoren).

Abmessungen:3,61 m bis 3,63 m x 1,60 m x 1,66 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 113 bis 816 l

Stärken: Laut „Auto Bild Tüv Report 2022“ machen bei der HU Scheinwerfer und Blinker kaum Probleme, auch die Bremsschläuche bleiben unauffällig. Ölverlust ist kein Thema, die Auspuffanlage ist haltbar, die Abgasuntersuchung (AU) besteht der Jimny meist.

Schwächen: Der Jimny ist was für Liebhaber, die sich im Verzicht üben: Der Sitzkomfort ist ausbaufähig, die Federung holprig, die Innengeräusche sind unüberhörbar, und ESP gab es erst ab 2014.

Bei der HU zeigt sich laut Report ab dem ersten Pflichtcheck eine hohe Mängelquote bei der Achsaufhängung. Federn und Dämpfer werden bis zur dritten HU überdurchschnittlich oft beanstandet. In allen Jahrgängen schwächelt der Jimny bei Wirkung und Gleichmäßigkeit von Fuß- und Feststellbremse. Ab der zweiten HU gibt es viele Mängel bei den Bremsleitungen. Mit dem vierten Check wird auch immer öfter Rost am Fahrwerk entdeckt.

Pannenverhalten:In seiner Pannenstatistik verortet der ADAC den kleinen Offroader ab dem Erstzulassungsjahr 2006 auf guten bis sehr gut Plätzen. Einziger Pannenschwerpunkt seitdem: die Zündkerzen (2009).

Motoren: Benziner (Vierzylinder, Allradantrieb): 59 kW/80 PS bis 63 kW/86 PS; Diesel (Vierzylinder, Allradantrieb): 48 kW/65 PS bis 63 kW/86 PS

Marktpreise (laut „DAT Marktspiegel“ der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern):

- Jimny Cabrio 1.3 (2011) Rock am Ring 63 kW/86 PS (Vierzylinder) 139 000 km; 6450 Euro.

- Jimny 1.3 Club (2015); 62 kW/84 PS (Vierzylinder); 93 000 Kilometer; 7900 Euro.

- Jimny 1.3 Comfort (2018); 62 kW/84 PS (Vierzylinder); 55 000 Kilometer; 11 800 Euro.

© dpa-infocom, dpa:220214-99-119742/4

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