Ausnahmeregelung Unversichertes Auto aus Ukraine: Wer haftet nach Unfall?

Aufgrund des Krieges in der Ukraine gelangen Flüchtende auch mit dem Auto nach Deutschland, die über keine hier gültige Kfz-Versicherung verfügen. Was heißt das für die Regulierung von Schäden?
09.03.2022, 14:21
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von dpa

Kommt es in Deutschland aktuell zu Unfällen mit einem unversicherten ukrainischen Pkw, übernehmen die deutschen Versicherer mögliche Kfz-Haftpflichtschäden. Das hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) angesichts der Kriegssituation in der Ukraine mitgeteilt.

Fahrende des ukrainischen Pkw müssten nicht befürchten, in Regress genommen zu werden. Die Übernahme der Schäden gilt laut GDV erst einmal bis zum 31. Mai dieses Jahres. Die Regulierung des Schadens übernehme das Deutsche Büro Grüne Karte. Dorthin könnten sich die Betroffenen wenden. Dabei gelten die Mindestdeckungssummen.

Diese liegen laut GDV für Personenschäden bei 7,5 Millionen Euro für Personenschäden und bei 1,22 Millionen für Sachschäden. Vermögensschäden sind bis 50.000 Euro gedeckt.

Hintergrund: Die Flüchtenden werden in der Not auch Fahrzeuge nutzen, die nicht über eine hier gültige Kfz-Haftpflichtversicherung verfügen und keine Internationale Versicherungskarte für Kraftverkehr („Grüne Karte“) oder eine speziell geschlossene Grenzversicherung haben.

Normalerweise wäre das Fahren in Deutschland dann nicht erlaubt. Mit der Übernahme der Haftpflichtschäden in Deutschland will man Flüchtenden aber das Weiterfahren auf deutschen Straßen ermöglichen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+