Kaum ohne Stau Vor Ostern wird es lebhaft auf der Autobahn

Am Wochenende vor Ostern starten weitere Bundesländer in die Schulferien. Das dürfte viele Reisende auf die Autobahnen bringen. Wo wird es besonders voll? Und was ist eigentlich zu Ostern los?
05.04.2022, 11:04
Lesedauer: 3 Min
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Von dpa

Am kommenden Wochenende (8. bis 10. April) dürfte es auf den Autobahnen „zeitweise lebhaft“ werden, sagt der ADAC voraus. So starten acht Bundesländer in die Osterferien. Das zieht viele Reisende vor allem in Richtung Alpen, in südliche Länder oder an die Küsten von Nord- und Ostsee.

Am meisten dürfte demnach am Freitag von 13.00 bis 19.00 Uhr los sein und am Sonntag jeweils von 8.00 bis 12.00 Uhr sowie von 16.00 bis 20.00 Uhr. Zwar werde man dem Stau kaum entgehen, doch ein „Stau-Chaos“ erwartet der Club nicht.

Als Gründe für die etwas gebremste Reiselust nennt der ADAC die Coronakrise, die hohen Spritpreise und wirtschaftlichen Sorgen, die durch den Krieg in der Ukraine ausgelöst wurden.

Zu Störungen kommt es immer wieder im Bereich von Baustellen, von denen der Autoclub aktuell 940 (892 in der Vorwoche) zählt. Und auch gerade in höheren Lagen ist auch mit noch winterlicher Witterung zu rechnen.

In einer ersten Prognose für das verlängerte Osterwochenende (14. bis 18. April) rechnet der ADAC mit mehr Reiseverkehr und einer angespannteren Stausituation als in den vergangenen Pandemiejahren.

So seien nun überregionale Reisen ohne Probleme möglich. Doch auch hier verweist der Club auf eine gebremste Reiselust aus den genannten Gründen. Das Niveau der Vorpandemiezeit dürfte der Verkehr daher nicht erreichen.

Als Hauptreiseziele zu Ostern nennt der Autoclub die höher gelegenen Wintersportzentren der Alpen als auch die Nord- und Ostsee. Doch auch Tagsesausflüge vor allem bei schönem Wetter und Verwandtenbesuche dürften die Autobahnen zeitweise voll werden lassen.

Meisten Staus am Gründonerstag

Die meisten Staus dürfte es bereits am Gründonnerstag geben (14. April). Vor der Pandemie zählte der Tag zu den fünf staureichsten Tagen des Jahres 2019. So sind dann auch viele Pendler unterwegs. Mit mehr Verkehr ist auch am Ostermontag (18. April) zu rechnen, dann endet das lange Wochenende. Am wenigsten dürfte demnach am Ostersonntag los sein.

Der ADAC erwartet besonders rund um die Großräume Frankfurt/Main, München, Köln und Stuttgart, auf den Routen zu den deutschen Küsten sowie auf folgenden Strecken Verzögerungen und Staus:

A 1 Köln - Dortmund - Bremen - Hamburg
A 2 Oberhausen - Dortmund - Hannover - Braunschweig
A 3 Frankfurt/Main - Würzburg - Nürnberg - Passau
A 5 Frankfurt/Main - Karlsruhe - Basel
A 6 Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
A 7 Hannover - Flensburg und Füssen/Reutte - Ulm - Würzburg
A 8 Salzburg - München - Stuttgart
A 9 München - Nürnberg
A 10 Berliner Ring
A 61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen
A 81 Stuttgart - Singen
A 93 Kufstein - Inntaldreieck
A 95/B2 München - Garmisch-Partenkirchen
A 99 Umfahrung München

Für die Schweiz und Österreich rechnet der ADAC je nach Abschnitt und Zeit mit ebenfalls lebhaftem Osterreiseverkehr. Staugefährdet sind in Österreich die West- (A 1), die Tauern- (A 10), die Inntal- (A 12) und die Brennerautobahn (A 13) sowie die Fernpass-Route (B 179) und die Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen.

In der Schweiz sind stark befahren: die Gotthard-Route (A 2), die Strecke St. Gallen - Zürich - Bern (A 1) und die Zufahrten zu den Wintersportgebieten Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz. Beim Gotthardtunnel (A 2) stehen im Frühjahr Wartungsarbeiten an. Der Osterverkehr sei davon aber nicht betroffen.

Mit Einreisekontrollen rechnen

Beim Grenzverkehr ist mit stichprobenartigen Kontrollen zu rechnen. Wie lange man bei der Rückreise von Österreich nach Deutschland aktuell warten muss, sieht man bei der österreichischen Infrastrukturgesellschaft Asfinag online.

Reisende sollten sich über geltende Coronaregeln informieren. Infos zu den aktuellen Auflagen innerhalb und außerhalb Deutschlands gibt es bei ACE und ADAC sowie beim Auswärtigen Amt. Auch zu den Winterreifen-Regelungen im Reiseland sollten sich Autofahrer vor Fahrtantritt informieren.

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