Was Autofahrer wissen wollen Was sind die Voraussetzungen für ein H-Kennzeichen?

Werden Autos älter als 30 Jahre, können die Besitzer über ein H-Kennzeichen nachdenken. Was ist bei diesem Nummernschild für Oldtimer zu beachten?
11.02.2020, 04:21
Lesedauer: 1 Min
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Stuttgart (dpa/tmn) - Noch dösen viele automobile Schätze im Winterschlaf. Doch sobald die Sonne das Winterwetter verdrängt hat, steht die erste Ausfahrt an. Vorab sollte aber geprüft werden, ob das Fahrzeug korrekt angemeldet ist, erinnert die Expertenorganisation Dekra.

Ist das Auto älter als 30 Jahre alt, kommt dabei auch ein H-Kennzeichen infrage. Welche Bedingungen müssen aber erfüllt sein, und welche Vorteile bietet dieses Sonderkennzeichen?

Nicht nur das Alter ist entscheidend

Oldtimer sind Fahrzeuge, die vor mindestens 30 Jahren erstmals in Verkehr gekommen sind. Sie müssen weitestgehend dem Originalzustand entsprechen, sich in einem guten Erhaltungszustand befinden und zur Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dienen, erklärt Dekra-Experte Andreas Lahne mit Verweis auf die Fahrzeug-Zulassungsverordnung.

Das Alter eines Fahrzeugs ist also nicht allein ausschlaggebend dafür, ob es als Oldtimer angemeldet werden kann. So sollte der Oldtimer zum Beispiel nur Lackierungen haben, die in seinem Baujahr verfügbar waren. „Zulässig sind darüber hinaus nur Anbauteile, die in den ersten zehn Jahren nach der Erstzulassung üblich waren“, erläutert Lahne.

Für die Erteilung des H-Kennzeichens ist ein Gutachten eines amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfers erforderlich, die entsprechende Begutachtung erfolgt zum Beispiel im Rahmen einer gesonderten Fahrzeugabnahme oder einer Hauptuntersuchung.

Zur Beantragung des Kennzeichens muss das Gutachten beim Straßenverkehrsamt vorgelegt werden. Zu den Vorteilen des H-Kennzeichens für einen Pkw zählt unter anderem die pauschale Besteuerung mit rund 192 Euro im Jahr. Ebenso kann das Sonderkennzeichen zu einer besseren Einstufung bei der Versicherung führen, da derartige Fahrzeuge in der Regel wenig bewegt werden. Und mit H-Kennzeichen dürfen Oldiebesitzer auch in Umweltzonen einfahren, sofern keine regionalen Einschränkungen getroffen worden sind.

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