Umwelt Wild auf der Straße: Spur halten und bremsen

München (dpa/tmn) - Wer als Autofahrer plötzlich Wild vor sich sieht, riskiert am wenigsten, wenn er die Spur hält. Wichtig ist, zugleich so heftig wie möglich zu bremsen und das Lenkrad ganz festzuhalten, rät der ADAC.
20.04.2010, 14:28
Lesedauer: 1 Min
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München (dpa/tmn) - Wer als Autofahrer plötzlich Wild vor sich sieht, riskiert am wenigsten, wenn er die Spur hält. Wichtig ist, zugleich so heftig wie möglich zu bremsen und das Lenkrad ganz festzuhalten, rät der ADAC.

Den Zusammenprall mit den Tier muss der Fahrer dabei in Kauf nehmen. Wer dagegen versucht, dem Wildschwein oder auch Hirsch auszuweichen, verursacht womöglich eine Kollision mit dem Gegenverkehr. Und das ist häufig «weitaus dramatischer», wie jetzt Crashtests des ADAC bestätigt haben.

Diesen zufolge geht der Zusammenprall mit einer Wildschweinrotte bei Tempo 80 mit einiger Wahrscheinlichkeit glimpflich aus. Wer dagegen abrupt die Spur wechselt und mit einem entgegenkommenden Wagen zusammenstößt, riskiert viel mehr. Das gilt auch dann, wenn der Wagen mit dem Elektronischen Stabilitätsprogramm ESP an Bord hat.

Laut dem Statistischem Bundesamt, auf dessen Daten der Autoclub hinweist, kam es auf deutschen Straßen im Jahr 2008 zu mehr als 2600 Wildunfällen. Dabei verloren 27 Menschen ihr Leben. Das verdeutlicht, dass es bei Wildwechselgefahr, vor der vielerorts Schilder warnen, ganz besonders auf vorausschauendes Fahren, gedrosseltes Tempo und erhöhte Bremsbereitschaft ankommt.

Wichtig sind auch reichlich Abstand zum rechten Fahrbahnrand und Abblenden. Denn sind auf der Straße stehende Tiere plötzlich in einem grellen Lichtkegel, ist die Gefahr groß, dass sie sich nicht von der Stelle rühren. Bei abgeblendetem Licht ist es wahrscheinlicher, dass sie fliehen.

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