Ärztin hält Vortrag zu Impfungen Deutschland schaut genau hin

Achim. Die Besucher der CDU-Veranstaltung zum Thema „Nutzen und Risiko von Impfungen“ erfuhren an dem Abend sehr ausführliche, aufschlussreiche und ausgewogene Informationen zum Thema Impfen. In ihrem Vortrag gelang es der Achimer Kinder- und Jugendärztin Dr.
11.10.2015, 00:00
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Die Besucher der CDU-Veranstaltung zum Thema „Nutzen und Risiko von Impfungen“ erfuhren an dem Abend sehr ausführliche, aufschlussreiche und ausgewogene Informationen zum Thema Impfen. In ihrem Vortrag gelang es der Achimer Kinder- und Jugendärztin Dr. Petra Gölz, das Thema allgemein verständlich zu präsentieren.

Die Frage, ob Impfen heute noch zeitgemäß sei, stellt Petra Gölz an den Anfang der Präsentation. Da die heutige Generation viele Erkrankungen, wie Tuberkulose, Kinderlähmung und Diphterie nicht mehr kenne, führe dies zu einer Impfmüdigkeit. In einem Exkurs über die unterschiedlichen Impfstoffe und ihre Wirksamkeit auf bestimmte bedrohliche Erkrankungen, erfuhren die Zuhörer was Lebendimpfstoffe, Totimpfstoffe, Spaltvakzine und Toxoidimpfstoffe sind. Gölz betonte, dass Deutschland das Land mit besonders genauen und intensiven Kontrollen der Impfstoffe seien. Während in den USA in vielen Staaten nur geimpfte Kinder zum Kindergarten und Schulbesuch zugelassen würden, sei es hier in die Entscheidung der Eltern gelegt. Die Referentin unterschied drei Verhaltensgruppen von Menschen: die Impfgegner, die Impfskeptiker und die Impfbereiten.

Sie zeigte Verständnis für Impfkritiker, betonte jedoch, dass sie es besonders im Interesse jedes Einzelnen und der Gemeinschaft ihrer Meinung nach besser sei, geimpft zu sein. Besonders Infektwellen in Kitas und Krippen könnten so abgeschwächt werden. Nicht geimpfte Kinder gefährdeten die anderen. Impfen trainiert auch das Immunsystem. Ältere sollten ihren Enkel zuliebe ihre Impfungen gegen Tetanus, Diphterie, Polio und Keuchhusten alle fünf bis zehn Jahre wieder auffrischen lassen. Gölz wies auf die dramatischen Folgen von Masernerkrankungen hin, die bis zur Gehirnentzündung führen können. Auch der sogenannte Nestschutz biete keinen absoluten Schutz vor Erkrankungen.

Auf Nachfragen aus der Zuhörerschaft erklärte Petra Gölz, dass die momentane Flüchtlingswelle die Ärzte vor große, neue Herausforderungen stelle. Zum einen kenne man größtenteils den Impfstatus der Menschen kaum und anderseits gebe es zum Beispiel in Syrien vermehrt Fälle von Kinderlähmung. Nach Informationen zur jährlichen Grippeimpfung , die Petra Gölz zum Ende Oktober empfahl, bedankte sich der CDU-Vorsitzende Rüdiger Dürr mit den Worten: „ Ich habe viel gelernt.“ Damit sprach er den Zuhörern aus der Seele.

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