Freiwillige Selbstkontrolle prüft Gewaltszenen im Fernsehen

500 Sendungen beanstandet

Berlin. Die Zahl der Beschwerden über zu viel Gewalt im Fernsehen geht zurück. Wie die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) am Montag mitteilte, gingen in den letzten drei Monaten des Jahres insgesamt nur 15 Beschwerden von Zuschauern ein.
22.12.2015, 00:00
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Von EPD

Die Zahl der Beschwerden über zu viel Gewalt im Fernsehen geht zurück. Wie die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) am Montag mitteilte, gingen in den letzten drei Monaten des Jahres insgesamt nur 15 Beschwerden von Zuschauern ein. In den letzten drei Monaten des Jahres 2014 seien es 54 gewesen.

2015 seien mehr Sendungen denn je geprüft worden: Die ehrenamtlichen Prüfer hätten in diesem Jahr 2 500 Sendungen auf ihren Gehalt an Gewalthandlungen und sexuellen Darstellungen beurteilt.

Die Prüfer der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen entscheiden über die Altersfreigaben und damit die Sendezeiten der geprüften Sendungen.

Sexszenen, ausgespielte Gewalt oder Beschimpfungen gehörten nicht ins Tagesprogramm, teilte die Selbstkontrolleinrichtung mit. Beanstandete Sendungen müssen entweder geschnitten oder auf spätere Sendezeiten verlegt werden. Die FSF verhängte in diesem Jahr knapp 500 Schnittauflagen. In weiteren 500 Fällen wurden die Programme auf einen späteren Sendeplatz verschoben.

Claudia Mikat, Geschäftsführerin Programmprüfung der FSF, sagte, Anliegen der Selbstkontrolle sei es, „Kinder und Jugendliche vor Sendungen zu schützen, die sie in ihrer Entwicklung beeinträchtigen können, weil sie Angst machen, zu Gewalt stimulieren oder andere abträgliche Botschaften beinhalten“. Die FSF ist seit 2003 die anerkannte Selbstkontrolleinrichtung der privaten Fernsehsender für den Jugendmedienschutz.

Ihre Prüfausschüsse bestehen aus unabhängigen Fachleuten. Sie bietet für Mitarbeiter von TV-Sendern auch Schulungen zum Thema Jugendmedienschutz an.

EPD

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