Kritik von Datenschützern Alexa kommt auf TV-Bildschirm

Berlin/Düsseldorf. Amazon bringt seine Sprachassistentin Alexa auf den Fernsehbildschirm. Bei der neuen Version des Streaming-Geräts Fire TV Stick ist die Fernbedienung mit Mikrofon ab sofort im Lieferumfang enthalten.
23.02.2017, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Alexa kommt auf TV-Bildschirm
Von Carolin Henkenberens

Berlin/Düsseldorf. Amazon bringt seine Sprachassistentin Alexa auf den Fernsehbildschirm. Bei der neuen Version des Streaming-Geräts Fire TV Stick ist die Fernbedienung mit Mikrofon ab sofort im Lieferumfang enthalten. Bei einigen Fragen an Alexa werden neben der gesprochenen Antwort auch zusätzliche Informationen auf dem Fernseher angezeigt, zum Beispiel die Wetter-Prognose. Amazon gewährt künftig auch anderen Unternehmen Zugriff auf die Alexa-Funktionalität. So wäre es möglich, dass sich per Sprachbefehl eine Pizza bestellen lässt, die Infos zur Lieferzeit sind in einem Fenster auf dem TV-Display zu sehen.

Durch den Betrieb von Alexa drohen Datenschutzrisiken, warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Denn alle Sprachbefehle, die ein Nutzer nach der Ansprache „Alexa“ an den ständig auf sein Aktivierungskommando lauschenden Lautsprecher richtet, werden auf Amazon-Servern gespeichert und verarbeitet. Auch Einkauflisten, Kalendereinträge oder Musikwünsche würden gesichert. Amazon widerspricht diesen Befürchtungen weitgehend: Daten sollen nur dann weitergegeben werden, wenn dies für den Dienst nötig sei. Etwa, wenn Nutzer über den Sprachassistenten ein Taxi bestellen und dazu das Taxiunternehmen verständigt wird. Daten deutscher Nutzer werden laut Amazon auf Servern in EU-Ländern gespeichert.

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