App der Woche

6,5 Millionen Routen fürs Rad

In der App der Woche wird dieses Mal Bikemap vorgestellt. Mehr als 6,5 Millionen Routen in über 100 Ländern werden vorgeschlagen.
17.10.2020, 10:05
Lesedauer: 2 Min
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6,5 Millionen Routen fürs Rad
Von Lisa Urlbauer
6,5 Millionen Routen fürs Rad
Hendrik Schmidt/dpa

Mit dem Fahrrad die Welt erkunden – Bikemap macht es möglich. Die App ist eine Mischung aus Routenplanung, Navigation und Community. Mehr als 6,5 Millionen Routen in über 100 Ländern haben Radfahrer in den vergangenen fünf Jahren erstellt. Los geht's vor der eigenen Haustür.

Herzstück der App ist das Navigationssystem. Über die Leiste am unteren Bildschirmrand können Nutzerinnen und Nutzer auf die Karte zugreifen und den Start- und Endpunkt sowie mehrere Zwischenziele eingeben – um die Strecke sofort zu navigieren oder um sie für einen späteren Zeitpunkt in der Routensammlung zu speichern. Über die Optionen können Nutzer anpassen, ob die Route bequeme Radwege bevorzugen. Auch die kürzeste Fahrzeit und die Art des Fahrrads können angegeben werden. Die App erinnert an andere Navigationssysteme und funktioniert auch über Sprachanweisungen. Die Kartenansicht können Nutzer ebenfalls anpassen.

Mit Bikemap können Radfahrer ihre Strecken auch aufzeichnen. Sobald der rote Aufnahmeknopf gedrückt ist, geht's los: Distanz, Tempo, Dauer, Aufstieg, Abstieg, Höhe – alles wird von der App registriert und mit einem Antippen angezeigt. Bikemap funktioniert auch, wenn das Display aus ist. Bei Pausen kann die Aufzeichnung einfach gestoppt und anschließend fortgesetzt werden. Anschließend können sich Radfahrer ihre Route ansehen, inklusive Höhenprofil. Außerdem können Nutzer den Routennamen anpassen, Bilder hinzufügen und Freunde dazu einladen, die Strecke auch zu fahren.

Apropos Freunde: Community ist ein wichtiger Teil von Bikemap. Nutzer können Routen nicht nur für sich planen, sondern auch öffentlich machen, wenn sie dies möchten. Eine schnelle Radrunde durch den Park Links der Weser hat ein Nutzer erstellt. Eine Tour von der Altstadt bis zum Weserwehr und zurück eine andere Nutzerin. Mit Bikemap können Fahrradfreunde Strecken von Bremen bis Bayern, von Spanien bis Lateinamerika entdecken – über 500 Millionen Kilometer insgesamt.

Mithilfe der Filteroption können Nutzer festlegen, welche Kriterien die Fahrradrouten erfüllen sollen. Asphaltiert oder unbefestigt? Citybike oder Rennrad? Und wie viel Aufstieg darf es sein? Über „Meine Routen“ am unteren Bildschirmrand können Anwender auf ihre gespeicherten, geplanten und aufgenommenen Strecken zugreifen.

Über eine Meldungsfunktion können Nutzerinnen und Nutzer die Navigation in Echtzeit aktualisieren – ob Baustellen, Schlaglöcher oder Polizeikontrollen. Außerdem zeigt die Karte interessante Punkte für Radfahrer wie Bike-Sharing-Stationen, Geldautomaten und öffentliche Toiletten an. Nutzer können auch ihre eigenen hinzufügen, einschließlich Foto und Beschreibung.

Für Vielfahrer bietet die App auch Premiumfunktionen im Abo: Damit können Anwender spezielle Fahrrad-Karten aufrufen und diese auch für die Offline-Nutzung speichern. In der Bezahlversion zeigt die App Radfahrern ihre Strecke auch dreidimensional an und schlägt Routen passend zum Fahrrad-Typ vor. Eine Sturzerkennung gibt es auch. Diese informiert bei einem Sturz Radfahrer in der Nähe über einen lauten Alarm.

Bikemap gibt es als Download für iOS und Android. Als Ergänzung zur App lohnt sich auch ein Blick auf die Webseite der Fahrrad-Community: Dort bekommen Nutzer einen Überblick über die unterschiedlichen Radwege und Routen in den einzelnen Ländern, Informationen zur Fahrradkultur vor Ort sowie nützliche Tipps und Hinweise. Die Webversion unterstützt auch Geodatenformate wie KML und GPX, die GPS-Geräte erstellen. Damit können Nutzer auch eigene Routenprofile von Strecken anlegen.

Eine Empfehlung für Menschen, die gerne kürzere oder längere Ausflüge mit dem Fahrrad machen und gerne neue Strecken entdecken. Mit Bikemap steht der nächsten Radtour nichts mehr im Weg.

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