Games-Verfilmungen Auf diese Filme und Serien dürfen sich Gamer freuen

Nicht wenige Games-Umsetzungen scheiterten famos - umso erstaunlicher, dass sich Hollywood und die neuen Streaming-Giganten davon nicht abschrecken lassen, zahlreiche Vorlagen umzusetzen.
24.11.2021, 14:48
Lesedauer: 5 Min
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Von teleschau

Nicht alle Versuche, Charme, Thrill und Story eines Computerspiels in einen Film oder eine Serie zu übertragen, sind in der Vergangenheit geglückt. Dennoch versucht es die Branche eifriger denn je. Auf diese Produktionen dürfen sich Gamer besonders freuen.

Resident Evil: Welcome to Raccoon City

"The Final Chapter" lautete der Untertitel des 2017 erschienenen sechsten Films der "Resident Evil"-Reihe mit Milla Jovovich in der Hauptrolle. Am 25. November geht's wieder von vorne los. Im Reboot der Spielverfilmung, das auf den Namen "Welcome to Raccoon City" hört und in den 90-ern angesiedelt ist, dreht sich diesmal alles um die beiden beliebten Figuren Claire Redfield (Kaya Scodelario) und Leon S. Kennedy (Avan Jogia). Regisseur Johannes Roberts ("47 Meters down") hat sich offenbar deutlich die ersten beiden Original-Games zum Vorbild genommen und daraus einen fast zwei Stunden langen Fan-Film voller bekannter Figuren, Schockeffekte sowie unzähliger Anspielungen und Easter Eggs gemacht.

Nicht das einzige "Resident Evil"-Projekt im Übrigen: Netflix hat eine Live-Action-Serie angekündigt, die auf zwei Zeitebenen erzählt wird. In einer zieht es die Teenie-Töchter von Games-Bösewicht und Umbrella-Chef Albert Wesker nach New Raccoon City. In der anderen ist Welt bereits von Milliarden Zombies überrannt. "Supernatural"-Produzent Andrew Dabb setzt auf einen frischen Cast rund um den "John Wick"-Star Lance Reddick. Wann die achten Folgen abrufbar sein werden, steht noch nicht fest.

"Uncharted"

Nach fast zehn Jahren Entwicklung und sechs (!) verschiedenen Regisseuren kommt am 18. Februar 2022 endlich die Verfilmung einer der erfolgreichsten Videospiel-Reihen aller Zeiten ins Kino: "Uncharted". Im Mittelpunkt des Abenteuers steht Nathan Drake (Tom Holland, "Spider-Man"). Der Nachfahre des berühmten Entdeckers Sir Francis Drake ist auf den Spuren des größten Schatzes aller Zeiten. Doch sein Mentor Victor "Sully" Sullivan (Mark Wahlberg) und Nathan sind nicht einzigen, die es auf El Dorado, die sagenumwobene Stadt aus Gold, abgesehen haben. Auch ein ehrgeiziger Rivale (Antonio Banderas) möchte sich den kostbaren Schatz schnappen und ist dem Duo schon dicht auf den Fersen. Das Wettrennen wird bald erst - und Nathan muss nicht nur das Gold, sondern auch sein Leben verteidigen.

Filmemacher Ruben Fleischer will sich - so scheint einem ersten Trailer zufolge - eng an der Games-Vorlage halten. Manche verrückte Action-Szenen und waghalsige Kletterpartien wirken eins zu eins übernommen - was Hauptdarsteller Tom Holland einige Verletzungen bescherte. Gleichzeitig stören sich die Fans allerdings an Mark Wahlberg, der ihrer Meinung nach einen viel zu jungen Sully verkörpert.

"The Witcher"

"The Witcher" gilt als eine der erfolgreichsten Netflix-Eigenproduktionen. Bereits zum Start stand fest, dass weitere Staffeln mit Henry Cavill als Hexer Geralt von Riva folgen werden. Am 17. Dezember 2021 ist es so weit: Dann startet die zweite Staffel von "The Witcher". Alles deutet darauf hin, dass die Fantasy-Serie noch einmal deutlich düsterer, aber auch freizügiger werden wird. Geralt von Riva (Henry Cavill) bringt darin seine Ziehtochter Cirilla (Freya Allan) zur Hexerburg Kaer Morhen, wo sie vor dem Zugriff Nilfgaards sicher sein soll. Auf dem Weg dorthin begegnet er laut Trailer nicht nur einem der gefährlichsten Wesen aus der Romanvorlage von Andrzej Sapkowski, sondern ist auch etwas gesprächiger, wie Hauptdarsteller Henry Cavill in einem Interview verriet: "In dieser Staffel wollte ich wirklich sicherstellen, dass wir den Geralt aus den Romanen noch genauer wiedergeben - und dass wir ihn mehr sprechen lassen. Dafür habe ich mich wirklich sehr, sehr hart eingesetzt." Eine dritte Staffel ist übrigens schon bestellt.

"The Witcher" zum Zweiten: Ein Spin-off namens "Blood Origin" ist ebenfalls bei Netflix geplant. Das Prequel soll die Geschichte von der Erschaffung des ersten Hexers erzählen - über 1.200 Jahre vor den Geschehnissen der Serie und Spiele. Wer ihn verkörpern soll, ist noch unklar. Mit Sophia Brown, Laurence O'Fuarain, Michelle Yeoh, Jodie Turner-Smith und Jacob Callum-Levy als untoter Elf Eredin wurden jedoch einige der Hauptrollen bereits besetzt.

"The Last of Us "

Parasitäre Pilzsporen verwandeln ein Großteil der Menschheit in willenlose Monster: Auf Basis des postapokalyptischen Abenteuers "The Last of Us" (2013) entsteht derzeit in Kanada eine aufwendige und sündhaft teure HBO-Serie, die Gerüchten zufolge erst Ende 2022 zu sehen sein wird. "Game of Thrones"-Darstellerin Bella Ramsey spielt die junge Ellie, Pedro Pascal (ebenfalls "Game of Thrones" und "The Mandalorian") verkörpert ihren Mentor Joel. Merle Dandridge wird - wie im Spiel - die Firefly-Anführerin Marlene spielen, Gabriel Luna wird als Tommy zu sehen sein.

Arcane

Mit der jüngst veröffentlichten "League of Legends"-Animationsserie "Arcane" gelang Netflix ein weiterer Publikumshit, der zwischenzeitlich sogar den gehypten Überflieger "Squid Game" vom Streaming-Thron stoßen konnte. Auf dem renommierten Bewertungsportal "IMDb" rangiert die Produktion derzeit mit einer Wertung von 9,4 auf Augenhöhe mit "Breaking Bad" und ist sogar besser bewertet als "Game of Thrones" oder "Chernobyl". Das ist nicht nur der hohen Popularität der eSports-Paradedisziplin geschuldet, sondern auch der famosen optischen Umsetzung sowie der durchaus tiefgehenden Geschichte voller Gesellschaftskonflikte, Traumata und Gewalt: Erzählt wird in "Arcane" von den Anfängen der beiden "LoL"-Champions Jinx und Vi sowie der Macht, die diese entzweien wird. Die Serie ist in drei Akte mit jeweils drei Episoden aufgeteilt. Ort der Handlung ist die "leuchtende Stadt des Fortschritts" Piltover - sowie ihr dunkles Pendant Zhaun.

Der Start von "Arcane" war derart rasant, dass eine zweite Staffel bereits beschlossene Sache ist. Diese dürfte allerdings nicht vor 2023 zu sehen sein.

"Borderlands"

Schräge Charaktere, Non-stop-Action und Tonnen an "Loot" prägen die "Borderlands"-Reihe von Entwickler Gearbox. Die Verfilmung der Science-Fiction-Shooter durch das Studio Lionsgate wurde bereits im Juni 2021 abgedreht. Details über die Story sind bislang dennoch nicht bekannt. Fest steht jedoch, dass Oscar-Gewinnerin Cate Blanchett ("Herr der Ringe") in die Rolle der legendären Diebin Lilith schlüpfen und Kevin Hart ("Jumanji") als Soldat Roland auftreten wird. Darüber hinaus wird Jamie Lee Curtins als Tannis zu sehen sein, Jack Black wird Roboter Claptrap die Stimme leihen. Regisseur Eli Roth ist sich offenbar seiner Sache sicher: Für ihn stelle der Film, der Mitte 2022 in die Kinos kommen soll, eine perfekte Symbiose dar - alle Videospielfans würden demnach den Film lieben und alle ohne Kenntnisse werden nach dem Film die Spiele spielen wollen.

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