Verteidigung Britische Regierung fürchtet Cyber-Attacken

London. Die britische Regierung hat den Kampf gegen Attacken auf wichtige Computernetzwerke zu einem wichtigen Punkt ihrer Verteidigungsstrategie erhoben.
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London. Die britische Regierung hat den Kampf gegen Attacken auf wichtige Computernetzwerke zu einem wichtigen Punkt ihrer Verteidigungsstrategie erhoben.

An erster Stelle der Risiken für die Sicherheit des Landes stehen dem neuen Konzept zufolge Terroranschläge durch Organisationen wie Al-Kaida oder Radikale im Nordirland-Konflikt. Gleich dahinter folgt die Gefahr durch Cyber-Angriffe feindlicher Mächte, wie es in einem am Montag von Premierminister David Cameron vorgelegten Papier heißt. An dritter Stelle stehen Naturkatastrophen. Erst danach kommen die klassischen Militärkonflikte.

Die neue Strategie hängt eng mit den Sparplänen der Regierung beim Verteidigungshaushalt zusammen, die am Dienstag veröffentlicht werden sollen. Großbritannien müsse bei der Verteidigung radikal umdenken, hieß es in einem gemeinsamen Papier von Cameron und seinem Vize Nick Clegg von den Liberaldemokraten. «Wir treten in eine Zeit der Unsicherheit ein. In dieser Strategie geht es darum, Großbritannien für dieses neue Zeitalter der Unsicherheit richtig aufzustellen, indem wir die Bedrohungen, denen wir gegenüberstehen, richtig bemessen und uns auf den Umgang mit ihnen vorbereiten.»

Das Web wird nach Einschätzung von Experten zum neuen militärischen Schlachtfeld. Hacker könnten Blaupausen für Waffensysteme stehlen oder ganze Kriegsoperationen stören. Vor wenigen Wochen war die Hacker-Attacke auf eine iranische Atomanlage mit dem Stuxnet-Virus bekannt geworden. Im NATO- Mitgliedsland Estland waren vor einigen Jahren die Server von außen lahmgelegt worden. Die Drahtzieher der Aktion wurden in Moskau vermutet. (dpa)

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