App der Woche „Google Trips“ hilft beim Reisen

Mit „Trips“ erfindet Google nichts grundlegend neu, bündelt aber erstmals in einem Angebot, was bei einer Reise wichtig ist. Der Preis: Zugriff aufs E-Mail-Konto und einen Haufen persönlicher Daten.
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„Google Trips“ hilft beim Reisen
Von Nico Schnurr

Ankunft am Flughafen, fremdes Land, andere Sprache. Gerädert von der Reise, viele Tausend Kilometer hinter einem. Der Reiseführer liegt irgendwo in den Tiefen des Rucksacks vergraben, bis zur Unterkunft sind noch es einige Kilometer. Und natürlich keine Vorbereitung, kein Wlan, keine Orientierung. In solchen Momenten will „Google Trips“ künftig helfen.

Das Versprechen: „See more, plan less“, mehr sehen, weniger planen. Rund ein Jahr nach dem Start der englischen Version ist Googles digitaler Reiseführer nun auch auf Deutsch erschienen. Für die kostenlose App ist ein Google-Mail-Konto nötig.

Hinweise zum Reiseziel

Sobald im Postfach Daten zu gebuchten Flügen, gemieteten Autos und reservierten Hotels auftauchen, kombiniert das Programm sie automatisch zu einer Reise und legt eine Übersicht an. Dabei erfindet Google mit der App nichts grundlegend neu, bündelt aber erstmals in einem Angebot, was bei einer Reise eben wichtig ist. Der schnellste Weg zur Unterkunft, die besten Restaurants und spannendsten Sehenswürdigkeiten der Umgebung, der ideale Tagesplan, angepasst ans Wetter: All das stellt „Google Trips“ zusammen, übersichtlich in verschiedenfarbige Kacheln unterteilt.

Obendrauf gibt es grundsätzliche Hinweise zum Reiseziel, etwa die Notrufnummern des Landes und den Kurs der Währung. Der große Vorteil der App: Sie kann auch offline genutzt werden. Generiert werden die Vorschläge vorab. Auf Basis der persönlichen Informationen aus dem E-Mail-Konto einerseits, auf Grundlage von Daten aus anderen Google-Anwendungen anderseits. Das simple Prinzip: Je häufiger und besser beispielsweise eine Bar bei Google gesucht und bewertet wird, umso wahrscheinlicher ist, dass „Trips“ sie dem App-Nutzer vorschlägt.

Eigene Vorbereitung wird nicht ersetzt

Fazit: Wer bereit ist, Google einen Haufen Daten rund um die eigene Freizeit zu schenken, bekommt im Gegenzug den bislang wohl umfassendsten und übersichtlichsten Reiseassistenten auf dem App-Markt. „Google Trips“ hilft, Reisen zu planen und offline zu verwalten. Die App kann davor bewahren, sich unterwegs zu verirren, vor verschlossenen Museumstüren zu stehen und touristische Highlights zu verpassen. Eine eigene Vorbereitung aber wird auch „Trips“ nicht ersetzen können. Exotischere Ziele werden noch kaum mit Vorschlägen bedacht. Und überhaupt: Wer nach wirklichen Geheimtipps sucht, abseits der ausgetretenen Pfade, der wird mit Googles Schwarmintelligenz vermutlich ohnehin weniger glücklich.

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