Medien Immo-Portal wehrt sich gegen Springer-Übernahme

Paris/Berlin. Der Medienkonzern Axel Springer («Bild», «Die Welt») stößt bei der geplanten Übernahme des französischen Immobilienportals Seloger.com weiter auf erbitterten Widerstand.
29.09.2010, 15:00
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Paris/Berlin. Der Medienkonzern Axel Springer («Bild», «Die Welt») stößt bei der geplanten Übernahme des französischen Immobilienportals Seloger.com weiter auf erbitterten Widerstand.

Der Aufsichtsrat des Pariser Unternehmens bezeichnete die Offerte aus Berlin am Mittwoch als nicht abgesprochen und deswegen feindlich. Der von den Deutschen vorgeschlagene Preis von 34 Euro je Aktie spiegele weder den inneren Wert der Gruppe noch ihr Wachstumspotenzial wieder.

Nach Ansicht des Gremiums ist zudem unklar, wo es zwischen der Axel Springer AG und Seloger.com Synergien geben soll. Man werde alles tun, um die Übernahme zu verhindern, kündigte der Aufsichtsrat an.

Springer hatte bereits Anfang September mitgeteilt, 12,4 Prozent an Seloger.com erworben zu haben. Am vergangenen Dienstag gab der Konzern ein Übernahmeangebot für die restlichen Aktien ab. Das Angebot sei attraktiv, kommentierte der Präsident von Axel Springer International, Ralph Büchi. Zwei Mitglieder des Aufsichtsrates von Seloger.com, einschließlich des aktuellen Vorsitzenden, sowie die Mitglieder des Vorstands, einschließlich des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden, hätten den Kaufpreis akzeptiert.

Die Gruppe Seloger.com betreibt sechs Immobilienportale, unter anderem www.seloger.com und www.immostreet.com. Nach Unternehmensangaben nutzen rund 80 Prozent der Immobilienmakler im Großraum Paris Seloger.com, um ihre Objekte zum Kauf oder zur Vermietung anzubieten. In der ersten Jahreshälfte 2010 steigerte die Gruppe ihren Umsatz um 11,2 Prozent auf 39,4 Millionen Euro. Das Nettoergebnis verbesserte sich um 20 Prozent auf 10,4 Millionen Euro. (dpa)

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