Extra-Markt Ins beste Licht gerückt

Bremen. Wer sich im Extra-Markt umschaut, hat gute Gründe dafür: Die einen können Dinge zu einem Bruchteil des Verkaufspreises ergattern – darunter vieles, was man sonst nirgendwo findet. Die anderen nutzen die Möglichkeit, Eigentum zu veräußern, für das sie selbst keine Verwendung mehr haben, das aber in zweiter Hand noch gut und gern gebraucht werden kann.
22.05.2018, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Anke Velten

Bremen. Wer sich im Extra-Markt umschaut, hat gute Gründe dafür: Die einen können Dinge zu einem Bruchteil des Verkaufspreises ergattern – darunter vieles, was man sonst nirgendwo findet. Die anderen nutzen die Möglichkeit, Eigentum zu veräußern, für das sie selbst keine Verwendung mehr haben, das aber in zweiter Hand noch gut und gern gebraucht werden kann. All dies ist nachhaltig und clever gedacht. Eine Anzeige im Extra-Markt aufzugeben, ist einfach. Online geht es Schritt für Schritt in die passende Rubrik und Unterkategorie. Wer ­dennoch die eine oder andere Frage zum Prozedere hat, findet unter Telefon 0421 / 512 12 12 freundliche Ratgeber, die gern weiterhelfen.

Um Interesse für ihre Ware zu wecken, müssen Verkäufer das Wichtigste in wenige prägnante Zeilen packen. Diese sollten daher durchaus gut überlegt sein. Sinnvoll ist es, bereits in der Überschrift das Angebot mit einem aussagekräftigen Attribut zu versehen: Der „Jugendstil“-Damenring, der „Landhaus“-Esstisch oder das „Massivholz“-Doppelbett signalisieren potenziellen Interessenten sofort, ob es sich lohnt weiterzulesen. Bei Rubriken wie Kleidung oder Technik dienen Markennamen beziehungsweise Hersteller als Hingucker. In den folgenden Zeilen muss eine möglichst präzise Produktbeschreibung folgen: Je nach Produktart können dazu Angaben zu Größe, Maßen, Alter, Herkunft, Farbe oder Form gehören.

Die wichtigste Voraussetzung für eine vertrauensvolle Geschäftsbeziehung ist Ehrlichkeit. Hat der antike Spiegel eine kleine Macke oder weist das Rennrad deutliche Gebrauchsspuren auf, sollte das unbedingt in der Anzeige stehen. So verhindert man spätere Enttäuschungen. Und wer Begriffe wie „neuwertig“ oder „makellos“ verwendet, sollte diese auch wirklich so meinen. Wer die Möglichkeit hat, zu seinem Text das passende Foto hochzuladen, sollte das auf jeden Fall tun. Dafür sollte der Gegenstand vor einem neutralen Hintergrund abgelichtet werden, der nicht ablenkt. Den Lesern ein im wahrsten Sinne des Wortes gutes Bild zu vermitteln, klappt im Tageslicht erfahrungsgemäß besser. In Zeiten der Digitalfotografie braucht bekanntlich niemand mehr mit Aufnahmen sparen. Es kann schließlich so lange geknipst werden, bis sich das optimale Foto ergibt. Die Preisgestaltung ist bei Secondhandware nicht so einfach. „Value Pricing“ nennen Fachleute die Kunst, den Dingen ihren Wert zuzumessen – doch dieser kann sich im Lauf der Zeit deutlich ändern. Nicht alles, was alt ist, muss billig sein, wie Antiquitätenhändler bestätigen können. Bescheinigen können sie aber auch, dass manche Produktgruppen, die vor 20 Jahren zu enormen Preisen gehandelt wurden, zurzeit im Wert deutlich gefallen sind. Kurz gesagt: Vernünftig ist es, sich im Vorfeld über das übliche Preisniveau zu informieren. Und sich selbst zu fragen, zu welchem Preis man sich schmerzfrei von seiner Ware trennen mag – oder auch nicht.

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