Technik Lästige Windows-7-Aktivierung abstellen

Hannover (dpa/tmn) - Schon der Austausch des Arbeitsspeichers kann dazu führen, dass Windows 7 eine sogenannte Aktivierung fordert. Spätestens aber nach einer Neuinstallation des Systems wird die lästige Prozedur fällig, bei der der Anwender Microsoft am Telefon und online Zahlenkolonnen durchgegeben muss.
29.09.2010, 16:20
Lesedauer: 2 Min
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Hannover (dpa/tmn) - Schon der Austausch des Arbeitsspeichers kann dazu führen, dass Windows 7 eine sogenannte Aktivierung fordert. Spätestens aber nach einer Neuinstallation des Systems wird die lästige Prozedur fällig, bei der der Anwender Microsoft am Telefon und online Zahlenkolonnen durchgegeben muss.

Doch mit vergleichsweise wenig Aufwand lässt sich der Aktivierungszwang abstellen, berichtet die Zeitschrift «c't Ratgeber». Dazu muss der Anwender ein Zertifikat und einen für den Hersteller des Rechners spezifischen Product Key aus seinem vorinstallierten Windows auslesen. Bei diesem Schlüssel handelt es sich übrigens nicht um die Nummernfolge, die auf dem Microsoft-Lizenzaufkleber am Rechner steht. Deshalb ist es ratsam, das Auslesen vor einer eventuellen Neuinstallation vorzunehmen.

Ausgelesen werden kann der Product Key zum Beispiel mit der Freeware CW-Sysinfo. Nachdem der Anwender das Programm gestartet und «Scan my System» geklickt hat, findet er unter dem Reiter «OS» den gesuchten Schlüssel und schreibt ihn ab. Das Zertifikat findet sich unter C:WindowsService-ProfilesNetworkServiceAppDataRoamingMicrosoft SoftwareProtectionPlatform in der Datei tokens.dat. Damit die Datei auch sichtbar ist, muss im Explorer unter «Ansicht/Organisieren/Ordner- und Suchoptionen» eingestellt werden, sodass auch ausgeblendete Dateien, Ordner und Laufwerke angezeigt werden.

Auch wenn Windows mehrfach Warnungen einblendet, kann der Anwender unbekümmert «Fortsetzen» klicken, rät die Zeitschrift. Die Datei tokens.dat wird einfach mit dem Windows-Notepad geöffnet. Den Dateitext muss man nach dem Begriff OEM Certificate durchsuchen. Der Suchbegriff ist Teil eines Textblocks, der bei endet. Den Textblock gilt es nun in einer mit dem Notepad erstellten Datei unter dem Namen zertifikat.xrm-ms abzuspeichern.

Um den gewonnenen Schlüssel und das Zertifikat in Windows einzupflanzen, sollte man bei der Neuinstallation die Eingabe des Product Key überspringen. Nach der Installation muss die Eingabeaufforderung mit Administratorenrechten gestartet werden, und zwar mit dem Befehl cmd im Suchfeld des Startmenüs. Der Befehl muss mit der Tastenkombination Strg+Umschalt+Enter abgeschickt werden.

Um nun das Zertifikat und den herstellerspezifischen Product Key einzugeben, müssen die Befehle slmgr -ilc zertifikat.xrm-ms und slmgr -ipk in das Suchfeld eingegeben und abgeschickt werden. Danach ist die Windows-Installation aktiviert, ein Neustart ist nicht mehr erforderlich.

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