Der unangefochtene König der Berge Nicht nur Reinhold Messner weiß um die Gefährlichkeit des "Nanga Parbat"

Der Nanga Parbat gilt als einer der anspruchsvollsten Berge der Welt, das Sterberisiko ist drei Mal höher als am Mount Everest.
08.01.2010, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Cindy Baumgart

Der Nanga Parbat gilt als einer der anspruchsvollsten Berge der Welt, das Sterberisiko ist drei Mal höher als am Mount Everest.

Die nationalsozialistische Presse erhob ihn in den später 1930-Jahren zum "Schicksalsberg der Deutschen": Der Nanga Parbat ist der neunthöchste Berg der Erde und liegt im Westhimalaya - die gescheiterten Expeditionen sind ungezählt. Eine der spannendsten Geschichten rund um den schier unbezwingbaren Achttausender, ist sicherlich jene von Reinhold Messner und seinem Bruder Günther, die Regisseur Joseph Vilsmaier nun verfilmte. Aber der "nackte Berg", wie der Nanga Parbat aus dem Sanskrit übersetzt heißt, birgt noch mehr Geheimnisse, wie ein Blick auf diverse Internetseiten verrät.

Joseph Vilsmaiers Film "Nanga Parbat", der am 14.01. in die Kinos kommt, handelt von der schicksalhaften Besteigung des "Königs der Berge" im Jahr 1970. An der Expedition nahmen auch Reinhold Messner und sein jüngerer Bruder Günther teil. Trotz Schlechtwetterwarnungen entschieden sich die beiden für den Aufstieg zum Gipfel und erreichten diesen am 27. Juni. Doch beim Abstieg nahm das Drama seinen Lauf: Günther wurde von einer Lawine erfasst, nur Reinhold kehrte lebend zurück. Weitere Details zu den Darstellern und Hintergründen sowie den Trailer findet man auf der offiziellen Homepage des Films: www.nangaparbat.senator.de.

Wer mehr über den Bergsteiger Reinhold Messner wissen möchte, erfährt dies auf seiner offiziellen Homepage (www.reinhold-messner.de). Im Mittelpunkt der Seite stehen selbstverständlich die Touren und Expeditionen, die der Südtiroler seit 1950 unternahm. So kann man sich Bilder seiner Expeditionen in die Antarktis und zum Mount Everest ansehen. Diese zeigt er auch bei Vorträgen, für die man ihn hier auch buchen kann. Gerne spricht er auch über Motivation und seine ganz eigene Philosophie. Zum Thema "Herausforderung" etwa hat er den Merksatz parat: "Bis zur Grenze gefordert, können wir alle mehr, als wir wollen." Bei der Besteigung aller 14 Achttausender haben ihn diese Worte sicher auch motiviert.

Informationen zu den jenen höchsten Bergen der Welt sind auf www.8000er.de zu finden. Wesentliche Fakten zu Kangchenjunga, Makalu und Mount Everest sind hier auf einen Blick abrufbar. In Sachen Nanga Parbat geht man auch der Frage auf den Grund, was den Aufstieg des 8.125 Meter-Riesens so gefährlich macht: Es sind die vielen Steilhänge des größten sichtbaren, freistehenden Berges der Erde, die bereits über 60 Menschen das Leben kosteten.

Bei www.bergfieber.de findet man neben Literaturtipps auch Interessantes zu Geologie und Flora. So erfährt man Fakten über die Entstehung und Zusammensetzung des Achttausenders und dass der Berg "als floristisch interessantes Gebiet" gilt. Die "Ersteigungsgeschichte" ist chronologisch aufgeführt und gut nachvollziehbar. Sie beginnt 1856 mit der Entdeckung des Nanga Parbat für die westliche Welt durch den Münchner Adolf Schlagintweit. Erst im Jahr 1953 gelang Hermann Buhl die Erstbesteigung.

Leute, die die weite Reise nach Pakistan nicht auf sich nehmen wollen, um den anspruchsvollen Achttausender selbst zu besteigen oder wenigstens zu betrachten, besuchen einfach www.nanga-parbat.org. Auf dieser Website begleitet man sechs Bergsteiger auf ihrem Weg zur Spitze des Nanga Parbat. Ihre Expedition aus dem Jahr 2004 wurde hier rekonstruiert. Auf ihrem Weg gibt es einige Zwischenstopps, in die viele Extras, wie zum Beispiel Kommentare und kurze Videos, eingebaut sind. Nett: Man kann selbst einstellen, ob die Bergsteiger in Echtzeit (die Besteigung dauert sechs Tage!) oder im Schnelldurchlauf den Nanga Parbat bezwingen sollen.

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