Messen Palm setzt Comeback mit «Palm Pre Plus» fort

Las Vegas. Der angeschlagene Mobiltelefon-Hersteller Palm setzt sein Comeback-Versuch mit einem verbesserten Modell seines Smartphones «Pre» fort.
08.01.2010, 10:00
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Las Vegas. Der angeschlagene Mobiltelefon-Hersteller Palm setzt sein Comeback-Versuch mit einem verbesserten Modell seines Smartphones «Pre» fort.

Palm-Chef Jon Rubinstein präsentierte am Donnerstag (Ortszeit) auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas den «Palm Pre Plus», der im Vergleich zum Vorgängermodell nun über einen doppelt so großen Speicher verfügt. Gleichzeitig präsentierte Palm eine neue Plattform, mit der Entwickler auch komplexere Anwendungen («Apps») wie Computerspiele für das Smartphone schreiben können.

Auf der Pressekonferenz in Las Vegas trat unter anderen der Spiele-Spezialist Electronic Arts auf, der das Spiel «Sim3» für den Palm Pre demonstrierte. Mit der neuen Plattform («Plug-in Development Kit») könnte Palm den Abstand zum iPhone von Apple verringern, denn bislang konnten Entwickler für den Palm Pre nur Anwendungen auf der Basis von Web-Standards Programme schreiben. Für grafisch aufwändige Apps reicht diese Programmiermethode aber nicht aus. Im Gegensatz zum iPhone soll der neue Palm Pre auch die Flash-Technologie von Adobe unterstützen, die im Web für interaktive Anwendungen und als Video-Player verwendet wird.

Palm hatte den ersten Pre vor einem Jahr auf der CES angekündigt und im Sommer 2009 zusammen mit O2 auch nach Deutschland gebracht. Künftig soll das Smartphone auch in Frankreich bei der Vodafone-Tochter SFR verkauft werden. Bislang wird der Palm Pre in den USA, Großbritannien, Irland, Spanien, Mexiko und Deutschland angeboten.

Palm konnte im vergangenen Jahr mit Hilfe des Pre seinen zuvor bedrohlichen Verlust deutlich verringern, schrieb im jüngsten Geschäftsquartal aber immer noch rote Zahlen (Verlust 85,4 Millionen Dollar). (dpa)

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