Japanischer Konzern präsentiert ersten Tischtennis-Roboter / Zahlreiche Neuheiten auf Elektronikmesse bei Tokio Pingpong gegen die Maschine

Beim Schach und bei Quizspielen wie „Jeopardy!“ besiegt der Computer schon seit geraumer Zeit menschliche Gegner. Ein Experiment mit einem Tischtennis spielenden Roboter wird nun nicht den Sport umkrempeln, denn mit einem Trick kann der Mensch die Maschine doch noch besiegen.
08.10.2014, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Beim Schach und bei Quizspielen wie „Jeopardy!“ besiegt der Computer schon seit geraumer Zeit menschliche Gegner. Ein Experiment mit einem Tischtennis spielenden Roboter wird nun nicht den Sport umkrempeln, denn mit einem Trick kann der Mensch die Maschine doch noch besiegen.

Ein Roboter, der gegen einen menschlichen Gegner Tischtennis spielt, ist eine der Attraktionen der japanischen Elektronikmesse Ceatec 2014. Die rund 600 Kilogramm schwere Pingpong-Maschine des japanischen Technologiekonzerns Omron beobachtet mit verschiedenen Sensoren die Bewegungen des menschlichen Gegners sowie die Position des Balls.

Aus diesen Informationen prognostiziert der Roboter dann die Flugbahn und die Geschwindigkeit der Kugel, manövriert seinen Schläger in die richtige Position und spielt den Ball zu seinem Gegenüber zurück. Mit gewöhnlichen Returns können durchschnittliche Pingpong-Spieler den Roboter kaum besiegen. Angeschnittene Schläge mit besonders viel Spin schlägt die Omron-Maschine allerdings oft ins Netz oder über den Plattenrand hinweg.

Omron ist einer von 547 Ausstellern auf der fünftägigen Hightech-Show, die am Dienstag in Chiba östlich von Tokio eröffnet wurde. Der heimische Elektronikriese Sharp wurde bereits zum Start der Messe für seinen Fernseher mit ultrahoher 8K-Bildauflösung mit dem Preis „Best of Ceatec“ ausgezeichnet. Es gibt zwar noch kaum Inhalte in dieser Qualität. Nach dem Willen der japanischen Regierung soll sich das aber in absehbarer Zeit ändern: Zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio will Japan einen ersten Testbetrieb für 8K-Sendungen via Satellit starten. Die 4K-Auflösung mit vier Mal so vielen Bildpunkten wie das HD-Format soll dann in den Regelbetrieb übergehen.

Das jetzige Full-HD-Fernsehen bietet 1920 mal 1080 Pixel. Der 4K-Standard kommt bei 3840 mal 2160 Bildpunkten auf 8,3 Megapixel. Bei 8K müssen dann 7680 mal 4320 Bildpunkte (33,2 Megapixel) gesendet werden, was bisherige Übertragungsmethoden wie Kabel und Satellit nicht bieten. Deshalb sehen Konzepte von Anbietern wie Sony, Panasonic oder Sharp auch den Einsatz von Festplatten oder ultraschnellen Internet-Leitungen zur Übertragung der riesigen Datenmengen vor.

Zu den Sommerspielen in der japanischen Hauptstadt soll auch ein Mobilfunknetz der fünften Generation in Betrieb genommen werden – also der Nachfolger des momentan überall beworbenen LTE-Netzes. Im Vergleich zu LTE soll das neue Mobilfunknetz eine 1000 Mal so hohe Übertragungskapazität haben und bis zu 100 Mal so schnell sein.

Auch nach Apples Verzicht auf Einsatz von Saphir für den Bildschirm der neuen iPhone-Modelle treibt Kyocera den Einsatz des ultraharten Minerals bei Handy-Displays voran. Auf der Elektronikmesse Ceatec 2014 präsentierte der japanische Konzern sein neues Outdoor-Smartphone „Torque“, das mit einem Saphir-Display ausgestattet ist. Kyocera hatte zuvor bereits den US-Mobilfunkprovider Verizon mit dem Saphir-Smartphone „Brigadier“ beliefert.

Saphir ist nach dem Diamant das zweithärteste Mineral auf der Erde. Für glasartige Scheiben wird Saphir in einem aufwendigen Prozess künstlich hergestellt. Saphir-Displays gelten als besonders kratzfest. Vor der Präsentation der neuen iPhones hatten etliche Branchenbeobachter darauf spekuliert, dass auch Apple auf Saphir als Display-Material umsteigt. Apple blieb jedoch bei Cornings „Gorilla Glass“.

Nach Informationen des „Wall Street Journal“ hatten sich die von Apple getesteten Saphir-Bildschirme zwar als kratzfest, aber nicht als bruchsicher erwiesen. Apple verwende Saphir deshalb nur für die Abdeckung der Kameralinse und des Fingerabdrucksensors. Außerdem wird das Mineral bei bestimmten Modellen der neuen Apple Watch eingesetzt. Nachdem ein Großauftrag von Apple für iPhone-Bildschirme mit Saphir ausgeblieben war, beantragte am Montag der US-Produktionspartner GT Advanced Technologies Insolvenzschutz.

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