Tag des Einbruchschutzes

Schutz gegen ungebetene Gäste

In der dunklen Jahreszeit haben Einbrecher wieder Hochkonjunktur. Die Kriminellen können sich dank der frühen und langen Dunkelheit Häusern unbemerkt nähern und einsteigen – vorrangig über die Fenster, aber auch durch Haus- sowie Wohnungstüren.
28.10.2018, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von ANM

In der dunklen Jahreszeit haben Einbrecher wieder Hochkonjunktur. Die Kriminellen können sich dank der frühen und langen Dunkelheit Häusern unbemerkt nähern und einsteigen – vorrangig über die Fenster, aber auch durch Haus-
sowie Wohnungstüren.

Insbesondere alte Haustüren sind teilweise sehr leicht zu öffnen. „Ein größerer Schraubenzieher oder der berühmte‚Kuhfuß reichen häufig schon aus. Besser also, man rüstet auf eine einbruchsicherere Haustür um“, rät Ulrich Tschorn, Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF). Doch was macht eine sichere Haustür aus?

„Eine Haustür, die Einbrechern Paroli bietet, besteht aus verstärkten Türblättern, einem stabilen und gut verankerten Türschloss, aus Bandseitensicherungen aus Metall sowie aus Glaseinsätzen aus Sicherheitsglas. Dieses Paket sorgt für eine erhöhte Einbruchhemmung“, erläutert der Experte. Ergänzend gebe es Sensoren, die einen Glasbruch oder die Öffnung der Haustür melden.

„Erweitert mit Kamera-, modernen Fingerprint-Systemen und einer motorischen Mehrfachverriegelung wird Einbrechern ihr Job wirksam erschwert“, sagt Tschorn. Und wie sicher sollte die Haustür von den Werten her sein? „Das wird bestimmt durch die sogenannte
Resistance Class, kurz RC. Diese
war früher als Widerstandsklasse, kurz WK, bekannt. Ab einer Kennzeichnung mit RC 2 sollte es wie bei Fenstern auch bei Haustüren im
Privathaushalt losgehen“, so der
Profi.

Die KfW-Bank stellt lukrative Förderungen für einbruchhemmende Türen zur Verfügung. Außerdem berät die Kriminalpolizei Bürger in ihren Beratungszen­tren oder vor Ort im eigenen Heim.

Immer im Bilde, was passiert

Zur Abschreckung sowie Identifizierung von Kriminellen installieren in Deutschland immer mehr Privatleute Videokameras an ihren Häusern. Die Videoüberwachung bietet allein oder in Ergänzung zu einer Alarmanlage die Möglich-
keit, Eingangsbereiche, Zufahrten, Grundstücke oder sonstige Objekte zu überwachen.

Über eine App hat man jederzeit direkten Zugriff auf die Bilder von Zuhause. Dadurch werden Unregelmäßigkeiten oder verdächtige Bewegungen sofort erkannt. Weiter lässt sich Unbemerktes im Nachhinein aufklären, wenn eine Aufzeichnung erfolgt ist. Je nach Modell der Videoüberwachung können Daten lokal auf handelsüblichen SD-Karten oder auf einem speziellen Aufzeichnungsgerät gesichert werden, um später angesehen zu werden.

Mithilfe so genannter Videosensoren können Videoüberwachungs­anlagen sogar selbstständig Alarme auslösen und somit auch als
Bestandteil einer Alarmanlage dienen. Die Sensoren registrieren Bildveränderungen wie etwa Bewegungen im Erfassungsbereich der Kamera. Der Hausbesitzer wird dann mit Bild sofort benachrichtigt.

Am Markt werden unterschiedlichste Videoanlagen angeboten. Nicht immer aber sind diese Systeme für die beabsichtigte Überwachung geeignet. Schlechte Kameraqualität oder fehlende Tauglichkeit bei schlechten Lichtverhältnissen können die Brauchbarkeit zunichte machen. Bei der Wahl und dem Einbau der passenden Anlage ist eine Beratung daher unabdingbar.

„Grundsätzlich darf man mit
Videotechnik nur das private Grundstück filmen und keine
öffentlich zugänglichen Flächen“, erklärt Sicherheitsexperte Florian Lauw von Abus. Außerdem muss man Besucher auf die Videoüberwachung aufmerksam machen, beispielsweise durch einen deutlich sichtbaren Hinweis am Eingang.

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