Telekommunikation Telekom beantragt Entgelte für Glasfaser-Zugang

Bonn. Die Deutsche Telekom hat die Entgelte für den Zugang zu ihrem Glasfasernetz beantragt. Nach monatelangem Streit hatte die Bundesnetzagentur im Dezember den Zugang zum Glasfasernetz der Telekom für den Konkurrenten Vodafone geregelt.
18.01.2010, 12:27
Lesedauer: 1 Min
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Bonn. Die Deutsche Telekom hat die Entgelte für den Zugang zu ihrem Glasfasernetz beantragt. Nach monatelangem Streit hatte die Bundesnetzagentur im Dezember den Zugang zum Glasfasernetz der Telekom für den Konkurrenten Vodafone geregelt.

Die Wettbewerber dringen seit langem auf die Öffnung bestimmter Teile des Telekomnetzes, um den eigenen Aufbau von glasfaserbasierten Anschlüssen vorantreiben zu können.

Für den Zugang zu seinen Kabelanlagen fordert die Telekom je Monat 43 Cent pro genutztem Meter für ein Viertelrohr, wie der Konzern am Montag mitteilte. Bei bislang ungenutzten Leitungen sollen die Wettbewerber für je zwei Fasern ab dem Hauptverteiler 353,96 Euro zahlen. Der Zugang zu den Multifunktionsgehäusen - graue Kästen, die vielerorts am Straßenrand stehen und als Übergabepunkt zwischen Glasfaser und «letzter Meile» in den Kundenhaushalt fungieren - soll insgesamt 173,32 Euro kosten.

Dieser Betrag soll noch durch die Zahl der Einbauplätze - maximal vier pro Gehäuse - geteilt werden. «Entscheidend wird am Ende sein, dass die Preisgestaltung der Bundesnetzagentur noch ausreichend Anreize für den weiteren Netzausbau setzt», sagte Telekom- Deutschlandchef Niek Jan van Damme. «Kein Unternehmen wird in zusätzliche Infrastruktur investieren, wenn die Nutzung unserer Netze zu billig ist.»

Die Telekom hatte im Sommer im Streit um die Netzöffnung den Regulierer eingeschaltet und damals schon versucht, Entgelte für die Nutzung bestimmter Bestandteile zu beantragen. Der Antrag wurde allerdings abgelehnt, weil der Regulierer zunächst über die eigentlichen Leistungen entscheiden wollte. (dpa)

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