Telekommunikation Telekom ordnet Standorte neu - 5000 betroffen

Bonn. Rund 5000 Telekommitarbeiter müssen sich in den kommenden zwei Jahren auf deutlich längere Fahrzeiten zur Arbeit oder gar auf einen Umzug einstellen. Das Unternehmen strukturiert die beiden Bereiche Geschäftskunden-Service und -Vertrieb sowie IT neu.
29.09.2010, 16:40
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Bonn. Rund 5000 Telekommitarbeiter müssen sich in den kommenden zwei Jahren auf deutlich längere Fahrzeiten zur Arbeit oder gar auf einen Umzug einstellen. Das Unternehmen strukturiert die beiden Bereiche Geschäftskunden-Service und -Vertrieb sowie IT neu.

Bis Ende 2012 sollen bundesweit neun moderne Vertriebs- und Service- Zentren sowie zusätzliche 28 Vertriebsbüros aufgebaut werden, teilte die Telekom am Mittwoch in Bonn mit. Zugleich sollen die IT-Teams in fünf Innovationszentren zusammengeführt werden.

Derzeit verteilen sich die Mitarbeiter des Geschäftskunden-Service und Mittelstandsvertriebs auf 140 Standorte - darunter 43 Büros mit weniger als zehn Beschäftigten und 83 Außenstellen mit durchschnittlich 44 Mitarbeitern.

Die IT-Mitarbeiter verteilen sich zur Zeit auf 58 Büros mit weniger als zehn Mitarbeitern oder Einzelarbeitsplätze sowie 33 Außenstellen mit durchschnittlich 34 Beschäftigten. Die Telekom garantiert allen betroffenen Mitarbeitern ihren Arbeitsplatz.

Kritik an den Plänen übte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Die Zentralisierung rüttele an der Existenzgrundlage vieler Beschäftiger, sagte Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder. Zugleich sei sie unnötig und schädlich für das Unternehmen. Die Gewerkschaft kündigte an, mit der Belegschaft über die Pläne des Unternehmens zu beraten und Aktionsmöglichkeiten auszuloten. (dpa)

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