Unfälle Trauer via Twitter: «Ruhe in Frieden»

Vancouver. Lindsey Vonn twitterte sich das Entsetzen von der Seele. «Das ist ein trauriger Tag für alle von uns», klagte der US-Skistar per Kurz-Nachricht im Internet kurz nach dem Tod des georgischen Rodlers Nodar Kumaritaschwili in der Olympia-Bahn von Whistler. Der Horror-Unfall des 21-Jährigen schockte die olympische Athleten-Gemeinde und trübte zu Beginn der Winterspiele in Kanada die Vorfreude auf die Wettkämpfe.
13.02.2010, 09:20
Lesedauer: 2 Min
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Vancouver. Lindsey Vonn twitterte sich das Entsetzen von der Seele. «Das ist ein trauriger Tag für alle von uns», klagte der US-Skistar per Kurz-Nachricht im Internet kurz nach dem Tod des georgischen Rodlers Nodar Kumaritaschwili in der Olympia-Bahn von Whistler. Der Horror-Unfall des 21-Jährigen schockte die olympische Athleten-Gemeinde und trübte zu Beginn der Winterspiele in Kanada die Vorfreude auf die Wettkämpfe.

Auf den Internet-Plattformen Twitter und Facebook gaben die Sportler ihren Gefühlen Ausdruck. «Ruhe in Frieden», notierte der niederländische Eisschnellläufer Simon Kuipers und verlinkte seinen Eintrag zu einem Video vom Unglück.

Bei «Youtube» tauchten schon Bilder vom folgenschweren Sturz des Georgiers auf, noch ehe dessen Tod offiziell bestätigt war. Später aber musste das Portal das tausendfach angeklickte Video sperren, weil die Rechte für die Bilder fehlten. «Nodar Kumaritaschwilis Crash-Video sollte nicht im Internet zu sehen sein. Das ist nicht fair gegenüber ihm und seiner Familie», schimpfte der amerikanische Ski-Rennläufer Jake Zamansky auf seiner Twitter-Seite.

Botschaften des Mitgefühls versandten viele Olympia-Teilnehmer in den sozialen Internet-Netzwerken. «Meine Gedanken sind bei seiner Familie, sie haben mein Beileid. Was für eine Tragödie», meinte der kanadische Skifahrer Brad Spence. «Das Swiss Olympic Team trauert gemeinsam mit der ganzen olympischen Familie um Nodar Kumaritaschwili», ließen die Eidgenossen via Twitter und Facebook wissen. Eiskunstlauf-Weltmeister Evan Lysacek (USA) wollte den gestorbenen Rodler «in meine Gebete einschließen. Sein Geist ist bei uns.»

Auch Viererbob-Weltmeister Steven Holcomb wollte seine Erschütterung der Welt mitteilen. «Die Schlitten-Gemeinschaft hat einen tragischen und schlimmen Verlust hinnehmen müssen», befand der Amerikaner.

Der Schreck und die Trauer über das tödliche Unglück auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Whistler war am ersten Tag der Winterspiele eines der beherrschenden Themen im Internet. Der Name des zuvor nur Experten bekannten Rodlers gehörte zu den meistgesuchten im Netz, in Blogs und Communitys diskutierten die Nutzer über die Ereignisse. Allein bei Facebook traten binnen Stunden Tausende User einer dem Gedenken an Kumaritaschwili gewidmeten Gruppe bei.

US-Eislaufmeister Jeremy Abbott allerdings erinnerte in seinem Twitter-Eintrag an den Leitsatz «Die Spiele müssen weitergehen». Der 24-Jährige textete: «Es ist so traurig, dass ein Leben genommen wurde. Jetzt feiere ich das, was ich noch habe bei der Eröffnungszeremonie!» (dpa)

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