Wilder Westen hautnah Videospiele im Test: Red Dead Redemption II

In „Red Dead Redemption II“ geht es wieder zurück in den Wilden Westen. Vor allem die Inszenierung der Welt gelingt den Entwicklern von Rockstar Games grandios.
Lesedauer: 2 Min
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Von Niklas Golitschek

Amerika im Jahr 1899: Der Bürgerkrieg ist beendet und auch die Zeit der berüchtigten Cowboys neigt sich dem Ende. In dieses Szenario schickt Rockstar Games im Action-Adventure „Red Dead Redemption II“ den Protagonisten Arthur Morgan, der mit der Bande von Dutch Van Der Linde weiterhin ein Leben in Freiheit führen will.

Freiheit bietet auch das Spiel selbst – und zwar wohl mehr als jeder vergleichbare Titel zuvor. Eine offene Welt, wie sie ab dem zweiten Kapitel geboten wird, bieten zwar viele Titel; so viele Interaktionsmöglichkeiten mit verschiedenen NPC (nicht spielbaren Charakteren) und eine so lebhafte, detaillierte und prächtig inszenierte Welt ist auch für einen Blockbuster dieses Kalibers außergewöhnlich.

Das ist in Kombination mit den ausgefeilten Dialogen auch notwendig, um den Spielspaß langfristig zu erhalten. Ein Ritt auf dem Pferd zum nächsten Ort kann auch mal mehrere Minuten in Anspruch nehmen. Da liefert der Kinomodus mit seiner Kameraführung weiterhin Filmatmosphäre statt stupides Tastendrücken.

Es liegt am Spieler, wie schnell die Hauptgeschichte vorankommt

Nebenmissionen, die am Wegesrand zu finden sind oder vorbeilaufende Tiere, lockern die Reisen weiter auf und verleihen ihnen die notwendige Authentizität. Durch die offene Spielwelt liegt es auch am Spieler, wie schnell die Hauptgeschichte vorankommt.

Nebenaktivitäten wie Pokerspielen, ein Abend im Saloon oder Aufträge als Kopfgeldjäger und Geldeintreiber laden zum Ausschweifen ein. Doch Vorsicht: Gesetzesbrüche rufen den Sheriff auf den Plan.

Viele Elemente erinnern an die ebenfalls erfolgreiche, hauseigene Reihe „Grand Theft Auto“ (GTA). Doch wirken sie im Wilden Westen besser aufgehoben. Ein gesetzloser Cowboy mit Colt und Ross kommt in der breiten Masse eben doch besser an als ein Schwerkrimineller der Moderne mit Panzerfaust und Privatjet.

Es sind auch solche Nuancen, die „Red Dead Redemption II“ noch einmal mehr schillern lassen. Wie viele Superlative tatsächlich angebracht sind, werden auch die Rückblicke der nächsten Monate zeigen. Künftige Blockbuster werden am Vergleich mit dem Rockstar-Titel allerdings nicht vorbeikommen.

Denn das Spiel überzeugt im Kleinen wie im Großen: Bei Ritten durch die Landschaft mit tiefgründigen Dialogen ebenso wie bei furiosen Überfällen auf Züge oder bei Schießduellen.

Minimale Schwächen in der Animation, dafür schärfste Bilder

Es ist auch die Ausgewogenheit und Vielfalt der verschiedenen Missionstypen. Dabei leisten sich die Entwickler nur minimale Schwächen in der Animation, bieten aber durchweg — auch bei den Charakteren — schärfste Bilder.

Und eines sollte noch angemerkt werden: Eine deutsche Synchronisation gibt es nicht, sondern nur Untertitel. Die Zeit des Wilden Westens lebt aber dennoch – zumindest virtuell – wieder auf.

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