Switch OLED

Volle Leuchtkraft voraus: Das müssen Sie über Nintendos neue Switch OLED wissen

Nintendo erweitert seine Switch-Produktfamilie um ein Modell mit besonderer Strahlkraft: Auf Switch und Switch Lite folgt nun Switch OLED. Die wichtigsten Infos zur Konsole im Überblick und erste Eindrücke aus dem Testbetrieb.
08.10.2021, 11:31
Lesedauer: 2 Min
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Von teleschau

Vielseitigkeit schlägt Leistung: Obwohl sie - rein technisch - nie mit den Sony- und Microsoft-Konsolen mithalten konnte, hat Nintendos Hybrid-Konsole Switch in den letzten vier Jahren seit Release reißenden Absatz gefunden. Rund 90 Millionen Mal wanderte das Tablet-ähnliche Spielgerät mit seitlich angebrachten, aber abnehmbaren Joy-Con-Controllern über die Ladentheken der Welt. Mario, Zelda und die Möglichkeit, sowohl unterwegs als auch am heimischen TV-Schirm zu spielen, waren schlagende Verkaufsargumente.

Nun soll die Erfolgsgeschichte weitergehen: mit dem neuen Modell OLED, das seit 8. Oktober verfügbar ist. Mit einem Preis von rund 350 Euro ist es gut 50 Euro teurer als die Original-Switch und über 150 Euro teurer als die rein für den mobilen Betrieb ausgelegte Switch Lite, die das OLED-Modell im Grunde beerbt. Denn: Im Fokus steht klar der neue Bildschirm. Und der kommt nun mal ausschließlich fernab des großen TV-Schirms im Handheld- oder Tisch-Modus zum Einsatz.

Besondere Strahlkraft, neuer Dock

Bei ähnlichen Geräte-Außenmaßen bietet die neue Switch dank dünnerer Seitenränder ein etwas größeres (7 statt 6,2 Zoll) Display mit OLED-Technik, wie sie auch bei teuren Smart-TVs, Smartphones und Tablets verbaut wird. Die organischen Leuchtdioden sorgen für farbintensivere und kontrastreichere Bilder, was vor allem in hellen Umgebungen Vorteile bringt. Nahezu identisch geblieben sind jedoch die Auflösung von 720p, die Akkulaufzeit von 4,5 bis 9 Stunden und - leider auch - das technische Innenleben.

Im Vorfeld der Präsentation spekulierte die Fachwelt eifrig darüber, ob Nintendo nun wie die PS5- und Xbox-Series-Konkurrenz ebenfalls auf 4K-Grafik setzen würde. Einem solchen Pro-Modell erteilte man aber zuletzt eine deutliche Absage.

Immerhin stattet Nintendo das neue OLED-Modell nun mit 64 Gigabyte internen Speicher (erweiterbar durch eine Micro-SD-Karte), besseren Lautsprechern und einem breiteren und flexibleren Standfuß aus, der seinen Namen verdient.

Modernisiert wurde auch die Docking-Station, die für den Betrieb an großen TV-Schirmen nötig ist. Sie verfügt nun über einen LAN-Anschluss für stabilere Internetverbindungen. Darüber hinaus haben einige Tüftler das Dock bereits auseinandergebaut und sich die einzelnen Komponenten ganz genau angesehen: Demnach wäre die verbaute HDMI-2.0-Schnittstelle durchaus in der Lage, 4K-Signale auszugeben.

Die Switch OLED erscheint in zwei Farbausführungen - mit weißen Joy-Cons, schwarzer Konsole und weißer Station oder alternativ mit je einem neonroten und neonblauen Joy-Con sowie schwarzer Konsole und schwarzer Station.

Erstes Fazit

Der neue Bildschirm ist ein wahrer Blickfang. Das verdeutlicht unter anderem der neue "Metroid"-Ableger "Dread", der den Verkaufsstart der Switch OLED flankiert. Das satte Schwarz in den dunklen Arealen, durch die sich die taffe Space-Amazone kämpfen muss, ist auf der Switch und Switch Lite so schlicht nicht möglich. Auch möchte man die knalligeren Farben und die bessere Lesbarkeit von Texten nicht mehr missen. Aber deswegen die alte Switch einmotten und in den Neukauf investieren? Dieser Schritt dürfte sich nur für all jene lohnen, die überwiegend im Handheld-Modus spielen. Denn beim Betrieb am großen Fernseher ändert sich - abgesehen von der besseren Internetverbindung durch den LAN-Anschluss am Dock - rein gar nichts.

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