Betrüger wollen an Daten herankommen Warnung vor Phishing-Mails

Bremen. Das seit Freitag geltende EU-weite Datenschutzrecht nutzen Betrüger aus, um bei E-Mail-Empfängern Unsicherheit zu stiften. Bei der Verbraucherzentrale Bremen tauchten erste Beschwerden auf.
28.05.2018, 00:00
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Von Thomas Mai

Bremen. Das seit Freitag geltende EU-weite Datenschutzrecht nutzen Betrüger aus, um bei E-Mail-Empfängern Unsicherheit zu stiften. Bei der Verbraucherzentrale Bremen tauchten erste Beschwerden auf. Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) wird in Phishing-Mails als Grund genannt, Nutzerdaten bestätigen zu müssen. Doch wer das macht, liefert seine Daten an Betrüger.

Insbesondere Amazon, eBay und PayPal haben eines gemeinsam: Sie sind beliebt bei Kriminellen. Diese nutzen die Firmennamen und Logos in E-Mails und behaupten, die Empfänger müssten aufgrund der neuen Verordnung ihre Identität oder Nutzerdaten bestätigen. Es geht ihnen also darum, Verbraucher dazu zu bringen, persönliche Daten wie beispielsweise Kontonummer, Kreditkartennummer oder PIN preiszugeben. Die Phishing-E-Mail wird dazu so konstruiert, dass sie Vertrauen schafft und den Eindruck erweckt, von einem echten Anbieter zu stammen. In einigen Fällen werden die Empfänger der Mails aufgefordert, ihre Ausweise einzuscannen und dem Absender zu schicken. Betroffen sind nicht nur Amazon, eBay und PayPal, sondern auch zahlreiche andere Firmen. Neben Online-Shops sind bei den Kriminellen besonders Banken beliebt.

Tatsächlich stellen derzeit immer noch viele Unternehmen ihre Nutzungsbedingungen um und informieren ihre Kunden per E-Mail darüber. Einige bitten auch um eine Bestätigung, dass sie weiterhin Informationen (zum Beispiel Newsletter) versenden dürfen. Doch seriöse Firmen fragen zu diesem Zweck nicht nach Zugangsdaten und schon gar nicht nach einer Kopie eines Ausweises. Falls Zweifel aufkommen, öffnet man in einem Browser die eigentlich bekannte Internetseite und melden sich dort mit seinen Zugangsdaten an. Oder Verbraucher erkundigen sich direkt beim Kundenservice der Firma, ob sie tatsächlich etwas machen müssen. Keinesfalls sollte man auf Links in den erhaltenen Mails klicken oder darin genannte Kontaktwege nutzen! Die drei wichtigsten Regeln im Umgang mit unerwarteten Mails lauten: Klicke niemals auf Links. Öffnen niemals Datei-Anhänge und antworte nicht auf diese Mails. Wer diese drei Regeln beherzigt, hat die größte Gefahrenquelle im Umgang mit unerwarteten E-Mails schon ausgeschaltet.

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