Bundespräsident Wulff will als Bundespräsident online gehen

Berlin. Christian Wulff (CDU) will als Bundespräsident online gehen. «Das Internet wird von mir stark genutzt werden. Diese Welt junger Leute müssen wir aufnehmen», sagte Niedersachsens Ministerpräsident am Montag der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.
28.06.2010, 18:33
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Berlin. Christian Wulff (CDU) will als Bundespräsident online gehen. «Das Internet wird von mir stark genutzt werden. Diese Welt junger Leute müssen wir aufnehmen», sagte Niedersachsens Ministerpräsident am Montag der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.

«Facebook wird für mich als Bundespräsident eine Rolle spielen. Das halte ich für zwingend erforderlich.» Wulff - Kandidat von Union und FDP - will an diesem Mittwoch zum Bundespräsidenten gewählt werden. Dann könne er sich einen Austausch mit Bürgern im Internet unter dem Titel «Buprä im Gespräch oder Wulff im Gespräch» gut vorstellen.

«Viele Menschen gehen in die virtuelle Welt und nutzen ganz selbstverständlich die sozialen Netzwerke. Die Politik folgt da nur langsam», sagte der 51-Jährige. Er wolle das Internet als «ein Dialogforum nutzen, als Form für die Bürger, Meinungen zu äußern zu grundsätzlichen Fragen, sich auszutauschen, zu kommunizieren», sagte Wulff. «Es ist eine große Chance, denn weltweiter Dialog findet stark über das Internet statt.»

Der Kandidat von Union und FDP hatte vor zwei Wochen im Live-Chat Fragen von Internet-Nutzern beantwortet. Er hat eine Seite bei Facebook. Allerdings liegt sein Konkurrent bei der Bundespräsidentschaftswahl, der rot-grüne Kandidat Joachim Gauck, bei der Sympathie der Internetnutzer vorne.

Eine Facebook-Gruppe, die Gaucks Kandidatur unterstützt, hat rund 36 000 Mitglieder. Als Fan von Wulff bekennen sich auf seiner Seite rund 4000 Nutzer des sozialen Netzwerks. (dpa)

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