Deal mit China scheint möglich Zensur-Software von Facebook

Peking. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat es in den vergangenen Jahren mehrfach versucht, seine im Rest der Welt so weit verbreitete Social-Media-Plattform zurück nach China zu bringen. Doch vergeblich: Die Führung in Peking will die volle Kontrolle über das Internet in China, und Facebook gewährleistet das aus ihrer Sicht nicht.
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Zensur-Software von Facebook
Von Felix Lee

Peking. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat es in den vergangenen Jahren mehrfach versucht, seine im Rest der Welt so weit verbreitete Social-Media-Plattform zurück nach China zu bringen. Doch vergeblich: Die Führung in Peking will die volle Kontrolle über das Internet in China, und Facebook gewährleistet das aus ihrer Sicht nicht. Regierungsvertreter haben Zuckerberg zwar stets freundlich empfangen, erteilten seinem Ansinnen dennoch eine Abfuhr. Nun scheint Zuckerberg einen neuen Anlauf zu starten.

Nach Angaben der New York Times hat Facebook eine spezielle Software entwickelt, die es der chinesischen Führung ermöglichen würde, Inhalte zu unterdrücken, die ihr politisch nicht genehm sind. Dem Zeitungsbericht zufolge ist es dieser Software möglich, dass bestimmte Themen und Einträge in dem jeweiligen Land nicht erscheinen. Das US-Unternehmen will die Inhalte keineswegs selbst zensieren. Vielmehr überlässt sie es den Behörden vor Ort. Offiziell hat Facebook die Existenz dieser Software nicht bestätigt. Die New York Times beruft sich auf ehemalige Mitarbeiter.

Bis Mitte 2009 konnten auch Chinesen Facebook frei nutzen. Im Juli 2009 kam es in der Unruheprovinz Xinjiang jedoch zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Chinesen und der dort lebenden muslimischen Minderheit, den Uiguren. Angeblich hatten sich die Uiguren über Facebook vernetzt. Die chinesische Führung blockierte daraufhin das soziale Netzwerk, ebenso Twitter, YouTube und eine Reihe weiterer ausländischer Internet-Dienste. Auch die meisten Google-Dienste sind gesperrt.

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