Gut und günstig Zwölf nützliche iPad-Apps im Überblick

Größerer Bildschirm, höhere Preise? Viele iPad-Apps kosten im Vergleich zu ihren iPhone-Pendants ein Vielfaches. Doch Gutes muss nicht unbedingt teuer sein. Eine Liste von nützlichen und günstigen Anwendungen.
18.06.2010, 00:00
Lesedauer: 4 Min
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Von Gerd Hilber

Größerer Bildschirm, höhere Preise? Viele iPad-Apps kosten im Vergleich zu ihren iPhone-Pendants ein Vielfaches. Doch Gutes muss nicht unbedingt teuer sein. Eine Liste von nützlichen und günstigen Anwendungen.

Die Welt im iPad-Fieber! Apples sogenannter Tablet-PC verkauft sich - Hype und Hysterie sei Dank - wie warme Semmeln. Über zwei Millionen Exemplare wanderten binnen 60 Tagen weltweit über die Ladentheken. Auch die Deutschen griffen seit dem Verkaufsstart Ende Mai beherzt zu. Ein Grund für den Erfolg: Die einfache und direkte Steuerung über den Touchscreen des Geräts. Sie nimmt selbst wenig technik-affinen Menschen die Berührungsängste vor Computern und dem Internet, durch das man mit diesem aluglatten Brett komfortabel surfen kann. Ein anderer Grund: Die Vielzahl an praktischen, unterhaltsamen und wundersamen Anwendungen (kurz auch Apps genannt), die sich aus Apples gut bestücktem Online-Store herunterladen lassen. Zwölf günstige Einstiegs-Applikationen, die sich bewährt haben, im Überblick:

"Air Hockey Gold":

Zur Fingerlockerung erst einmal eine Partie "Air Hockey". Mit der Fingerspitze und einem virtuellen Plastikschläger wird der Puck über den Bildschirm gedonnert und im gegnerischen Tor untergebracht. Wie in der Spielhalle - und vor allem zu zweit ein Heidenspaß. Wer es filigraner mag, versucht sich als Klavier-Virtuose an der App "Virtuoso Piano Free 2 HD".

"Sipgate":

Auch wenn es eigentlich nicht dafür geschaffen wurde: Das iPad kann telefonieren - dank dieser App! Ähnlich wie beim bekannten Online-Dienst Skype verschickt Sipgate die über das Mikrofon aufgenommenen Gespräche über das Internet. Voice-over-IP heißt die Technik. Wer sich bei Sipgate registriert, bekommt gratis eine persönliche Telefonnummer und ist fortan über das iPad erreichbar, sofern das wiederum mit dem Internet verbunden und die App aktiv ist. Privatkunden bezahlen zwischen 1,79 und 14,9 Cent pro Minute sowie 7,9 Cent pro SMS.

"Dropbox":

Dieser Webspeicher-Dienst ist ein wahrer Segen für all jene, die neben einem PC vielleicht noch ein Notebook, ein Smartphone oder nun eben auch ein iPad besitzen. Es synchronisiert die Daten eines speziell angelegten Dropbox-Ordners mit allen anderen Geräten über einen zentralen Server im Internet. Konkret bedeutet das: Wer etwa ein Dokument bearbeitet und in die Dropbox packt, hat von fortan überall Zugriff auf das aktualisierte Schriftstück. Auch anderen kann der Zugriff teilweise oder ganz erlaubt werden, wodurch sich beispielsweise gemeinsame Urlaubsbilder spielend leicht austauschen lassen. Das kostenlose Dropbox-Konto bietet bis zu zwei Gigabyte Speicherplatz, die App ist ebenfalls gratis. Ein ähnliches System bietet auch Box.net

"Weather Pro HD":

Im Gegensatz zum iPhone hat sich Apple eine Wetter-App auf dem iPad leider gespart. Für 3,99 Euro gibt's jedoch guten und günstigen Ersatz. "Weather Pro HD" liefert für den gewählten Wunschort nicht nur zuverlässige Vorhersagen für die nächsten sieben Tage, sondern bietet auch eine Fülle von grafisch hübsch aufbereiteten Zusatzinformationen - vom Luftdruck über die gefühlte Temperatur bis hin zum UV-Index. Etwas günstiger, aber auch funktionsärmer: "Wetter für iPad" für 0,79 Euro.

"Wikipanion":

Diese kostenlose App macht das iPad zum idealen Nachschlagewerk. Es ist mit dem Online-Lexikon "Wikipedia" verbunden und bereitet dessen Artikel übersichtlich auf. Inhaltsverzeichnisse, Kategorien, Lesezeichen, vergrößerbare Bilder und die schlüssige Bedienung machen definitiv Lust zum Stöbern. Über die "Geo Location Search" lassen sich zudem Orte in der direkten Umgebung anzeigen, über die Einträge in der Enzyklopädie existieren.

"OffMaps":

Zwar verfügt das iPad bereits über eine Applikation, die auf das Google-Angebot "Maps" zurückgreift, dessen Karten anzeigt und sogar eine Routenplanung ermöglicht. Allerdings muss das Gerät dafür permanent mit dem Internet verbunden sein. Einen anderen Weg beschreitet die 1,59 Euro günstige App "OffMaps". Sie basiert auf dem von Freiwilligen zusammengetragenen und ständig aktualisierten Kartenmaterial von OpenStreetMap.org und erlaubt auch das Herunterladen von Regionaldaten auf das iPad. Diese stehen dann mit ihrer Fülle an Informationen und Details auch ohne Online-Anbindung zur Verfügung und ermöglichen auch in Gegenden ohne Netzversorgung die Navigation. Eine Kompass-Funktion und sogenannte Guides, die Sehenswürdigkeiten und andere interessante Punkte auf der Karte zusammentragen, runden das Angebot ab.

"IMDb":

Kurios: Die bei Filmfans weltweit äußerst beliebte Internet Movie Database (kurz: IMDb) ist auf dem iPad wesentlich übersichtlicher und schöner aufbereitet als im Internet selbst. Sämtliche Artikel zu Filmklassikern, Schauspielern und aktuellen Kinoprojekten sind vollgepackt mit Bildern, Trailern und Informationen. Besser geht's nicht? Geht wohl: Die App ist kostenlos!

"Marvel Comics":

Das Gerücht hält sich hartnäckig im Web: Manch Comic-Liebhaber kaufte sich das iPad nur wegen dieser App. Und tatsächlich: Die Strips des bekannten Comic-Verlags Marvel kommen auf dem Display wunderbar zur Geltung und lassen sich auch dynamisch Bild für Bild anschauen. Die App selbst ist kostenlos. Die digitalen Heftchen von "Spider-Man", "Iron-Man" oder "Wolverine" müssen jedoch einzeln bezahlt werden, lassen sich aber gratis anlesen.

"PCalc Lite Calculator":

Verkalkuliert? Warum kein Taschenrechner zum Standardrepertoire des iPad gehört, weiß wohl nur Apple. Mit dem "PCalc Lite Calculator" lässt sich aber kostenlose Abhilfe schaffen. Die Rechenmaschine sieht nicht nur gut aus, sondern verfügt über eine ungeheure Funktionsvielfalt.

"Voice Memos":

Merke: Apple eine Mail schreiben und fragen, warum das auf jedem iPhone vorabinstallierte Programm "Sprachmemos" nicht auch auf dem iPad ist. Zum Glück gibt's "Voice Memos for iPad" - ideal fürs Festhalten von Gedanken via Sprachaufzeichnung und kostenlos obendrein.

"Google Earth":

Die ganze Welt umsonst. Googles Landkartenprogramm "Earth" erstrahlt auf Apples iPad in voller Bildschirmauflösung und wartet mit detailierten Kartenausschnitten und Luftaufnahmen auf. Straßen werden im Gegensatz zur iPhone-App als sogenannte Layer angezeigt. Zudem nutzt das Programm die Neigungssensoren des iPad, um anstelle der Draufsicht auch eine perspektivische Darstellung inklusive Höhenrelief und Horizont anzuzeigen. "Google Earth" ist kostenlos.

"Finanzen.net":

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