Sinnvolle Apps für den Rad-Sport

Navigieren und Strecken kontrollieren: Mit diesen Apps gelingt’s

Wer durch die Landschaft pflügt, der muss die Wege kennen. Oder eine gute Navigation dabeihaben. Mit diesen drei Apps gelingt die Routenplanung und die Auswertung der Fahrt hinterher.
07.04.2021, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Navigieren und Strecken kontrollieren: Mit diesen Apps gelingt’s
Von Tobias Hensel

Der Radsport ist ein Zombie zwischen Individual- und Mannschaftssport. Das macht ihn vielseitig und auch in Pandemiezeiten so beliebt. Wer alleine fährt, der will gerne die Kontrolle über sein Tun haben. Und der Markt an nützlichen Apps ist nicht gerade klein. Drei Apps sind unter Radsportlern besonders beliebt.

Komoot

Eine App, die für Radfahrer, Jogger und Wanderer gleichermaßen geeignet ist. Im Grunde bietet die App eine Wanderkarte. Klassische Navigationsprogramme lenken ihr Augenmerk meist auf die Bedürfnisse von Autofahrern, Komoot leistet hier Abhilfe. Hinter der App, die auch über den Webbrowser auf dem PC genutzt werden kann, steckt die Idee, dass die Nutzergemeinschaft gemeinsam an den Routen arbeitet, die in der App vorgeschlagen werden. Zudem liefert Komoot neben der eigentlichen Streckenlänge und Routenbeschreibung auch das Höhenprofil mit und kann die Fahrtdauer anhand des ausgewählten Verkehrsmittels berechnen: ob man also zu Fuß unterwegs ist, oder mit einem Rennrad, Mountainbike oder E-Velo.

In der kostenfreien Variante ist das Angebot an Kartenmaterial begrenzt. Kartensätze für einzelne Regionen kosten zwischen vier und neun Euro. Das komplette Paket an Kartenmaterial für die ganze Welt kostet etwa 30 Euro. Daneben bietet Komoot noch ein Abonnement-System an, das für 60 Euro Jahresbeitrag weitere nützliche Funktionen insbesondere für Sportler bietet: Neben speziell für sportliche Ansprüche konzipierte Routenempfehlungen gehören hier noch Wetterberichte und eine Outdoor Versicherung hinzu.

Strava

Ein Analyse-Tool, das von Amateuren wie von Profis gleichermaßen genutzt wird. Die App zeichnet aus den GPS-Daten des Smartphones die zurückgelegte Wegstrecke auf. Zusätzlich liefert sie durch den Community-Gedanken Bestenlisten und lässt das Stecken und anschließende Überprüfen eigener Ziele zu. Fahrräder lassen sich mit allerhand modernen Sensoren ausstatten, Strava kann diese Daten zusammenführen und liefert anschließend genauere Statistiken über zurückgelegte Strecken, Trittfrequenz, erbrachter Leistung in Watt und den verbrannten Kalorien.

Strava ist mit geringerem Leistungsumfang kostenfrei. Das Messen mit einer globalen Communitiy ist kostenpflichtig. Die App wertet die massenhaft erbrachten Daten aus und stellt sie Verkehrsplanern zur Verfügung. Strava will vor allem Leistungssportler ansprechen, was die hohe Zahl prominenter Sportler, die ihre Strava-Aufzeichnungen in die Sozialen Medien hochladen, erklärt. Im kostenfreien Modus ist der Funktionsumfang eingeschränkt. Die Vollversion kostet momentan 60 Euro für ein ganzes Jahr. Bei monatlicher Zahlweise liegt der Preis höher.

Bike Citizens

Eine österreichische Entwicklung. Fahrradkuriere aus der Stadt Graz überlegten, wie sie Navigation speziell für Radwege verbessern könnten. In Graz und in Wien hüpfte die Stadtverwaltung mit ins Boot und bot Unterstützung, weitere Städte folgen. Und auch Bremen selbst nutzt die App. Das System funktioniert ähnlich wie bei Strava: Verkehrsplaner sollen aus den gesammelten Daten Erkenntnisse über eine sinnvollere Verkehrsplanung gewinnen, die letztlich dem Langsamverkehr als Radfahrer und Fußgänger wieder zugutekommen soll. In ihrer kostenfreien Variante bietet die App ihren vollen Funktionsumfang nur in einem Umkreis von sieben Kilometern. Deren Mittelpunkt kann nur einmal, beim ersten Start der App, gewählt werden. Wer in weiteren Städten Routenplanung mit Ansagen oder Offline-Kartenmaterial wünscht, der muss monatlich 3,49 Euro oder 27,99 Euro für das ganze Jahr zahlen.

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