Tag des Kaffees Fakten rund um die beliebte Bohne

Was ist Kaffee? Ähnlich wie Wein und Hopfen geht auch das Lieblingsgetränk der Deutschen auf eine Pflanze zurück, den Kaffeebaum. Kaffee ist eine Pflanzengattung, die zur Familie der Rötegewächse mit 124 bekannten Arten gehört.
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Von Insa Lohmann

Was ist Kaffee? Ähnlich wie Wein und Hopfen geht auch das Lieblingsgetränk der Deutschen auf eine Pflanze zurück, den Kaffeebaum. Kaffee ist eine Pflanzengattung, die zur Familie der Rötegewächse mit 124 bekannten Arten gehört. Die Kaffeepflanze ist sehr sensibel und wächst nur unter bestimmten klimatischen Bedingungen. Die besten Anbaubedingungen liegen in Ländern rund um den Äquator. Die Pflanzen benötigen das ganze Jahr über ein ausgeglichenes Klima ohne extreme Hitze und Kälte sowie ausreichend Niederschlag und viel Schatten. Auch die Bodenbeschaffenheit spielt beim Anbau eine große Rolle, da die Pflanze einen besonders nährstoffreichen Boden braucht. Der Kaffeebaum ist immergrün und wächst in mehr als 70 Ländern. Die Bäume benötigen eine gute Pflege und blühen das erste Mal nach etwa drei bis fünf Jahren. Die Sträucher tragen Früchte, die Kaffeekirschen genannt werden. Diese Kaffeekirschen enthalten jeweils zwei Samen, die zu Kaffeebohnen aufbereitet werden.

Wie wird geerntet? Zu jeder Jahreszeit wird irgendwo auf der Welt Kaffee geerntet. In manchen Ländern wird nur einmal im Jahr intensiv geerntet, in anderen das ganze Jahr über. Es gibt verschiedene Erntemethoden, doch die meisten Länder setzen noch immer auf die Ernte von Hand. Ein gut gepflegter Kaffeebaum produziert zwischen einem und fünf Kilo Kaffeekirschen pro Saison. Für ein Kilo Kaffee werden im Durchschnitt etwa fünf bis sechs Kilo Kaffeekirschen benötigt. Nach der Ernte durchlaufen die reifen Kirschen verschiedene Stufen der trockenen oder nassen Aufbereitung, anschließend werden sie ihrer Qualität nach sortiert.

Woher kommt Kaffee? Äthiopien ist das Ursprungsland des Kaffees. Mehr als 15 Millionen Menschen arbeiten in der Kaffee-Ernte, die in Äthiopien von Oktober bis Dezember andauert. Noch immer spielt Kaffee eine entscheidende Rolle im Leben der Äthiopier: Obwohl das Land fünftgrößter Kaffee-Exporteur ist, konsumieren die Menschen dort mehr Kaffee als sie exportieren. Zu den größten Kaffee-Exporteuren zählen Brasilien, Vietnam, Indonesien, Kolumbien und Äthiopien. Brasilien ist dabei der weltgrößte Exporteur.

Welche Sorten gibt es? Von rund 60 verschiedenen Kaffeesorten sind nur 2 von Bedeutung für den Weltmarkt: „Coffea Arabica“ und „Coffea Canephora“, zu dessen wichtigster Untergattung „Robusta“ gehört. Arabica-Pflanzen machen rund 70 Prozent der globalen Kaffeekulturen aus, während sich der Robusta-Anteil auf etwa 30 Prozent beläuft. Arabica-Kaffee wächst vorrangig in Höhen zwischen 600 und 2000 Metern. Kaffee, der in Höhen­lagen ab 1000 Metern wächst, wird auch Hochlandkaffee genannt und gilt oft als besonders hochwertig. Zwar reifen die Kaffeekirschen dort langsamer, dies führt jedoch zu ausgeprägteren Aromen. Robusta hingegen scheint, wie der Name bereits vermuten lässt, etwas robuster zu sein als Arabica-Kaffee. Die Robusta-Pflanzen vertragen höhere Temperaturen und werden in tieferen Lagen auf bis zu 900 Metern angebaut.

Wie kommt der Kaffee in die Tasse? Der Rohkaffee wird aus den Exportländern mit dem Schiff, in Lkws oder mit der Bahn in die Annahmestellen der Verarbeiter gebracht. Dort wird er von Holz- und Eisenteilen sowie anderen Fremdkörpern befreit, gewogen und in Silozellen zwischengelagert. Anschließend kann er entkoffeiniert, geröstet oder zu löslichem Kaffee weiterverarbeitet werden.

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