Tiere Forscher entdecken fliegenden Frosch auf Borneo

Frankfurt/Main. Forscher haben auf der südostasiatischen Insel Borneo einen fliegenden Frosch entdeckt. Der Mulu-Frosch habe Flughäute zwischen den Zehen und Fingern, damit schaffe er kurze Gleitflüge von Baum zu Baum, berichtete die Umweltstiftung WWF am Mittwoch in Frankfurt.
22.04.2010, 08:30
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Frankfurt/Main. Forscher haben auf der südostasiatischen Insel Borneo einen fliegenden Frosch entdeckt. Der Mulu-Frosch habe Flughäute zwischen den Zehen und Fingern, damit schaffe er kurze Gleitflüge von Baum zu Baum, berichtete die Umweltstiftung WWF am Mittwoch in Frankfurt.

Die Tiere könnten auch die Farbe verändern, je nach Tageszeit von hellgrün in der Nacht zu braun am Tag. Auf Borneo gebe es noch weitere Flugfrösche.

Der Mulu-Frosch ist laut WWF eine von zuvor unbekannten 123 Tier- und Pflanzenarten, die in den vergangenen drei Jahren auf Borneo entdeckt wurden. Forscher fanden nach diesen Angaben auf der drittgrößten Insel der Welt 66 neue Pflanzenarten, 17 Fische, 5 Frösche, 3 Schlangen, 29 Wirbellose, 2 Echsen und einen Vogel.

Die Arten seien allesamt seit der Unterzeichnung der «Heart of Borneo»-Erklärung zwischen Indonesien, Malaysia und Brunei im Jahr 2007 entdeckt worden. Die Erklärung gehe auf eine Initiative des WWF zurück und sei die Grundlage für ein 220 000 Quadratkilometer großes Netzwerk aus Schutzzonen und Wäldern. Möglicherweise warteten noch Hunderte Arten auf ihre Entdeckung, sagte Markus Radday vom WWF (World Wide Fund for Nature).

Haupttreiber der ungebremsten Entwaldung sei das Anlegen von Plantagen aus Ölpalmen oder schnellwachsenden Baumarten für die Zellstoffproduktion. Die Wälder auf Borneo, die zu den am meisten gefährdeten der Welt gehörten, sollten laut WWF stärker geschützt werden, damit Tiere und Pflanzen nicht schon aussterben, bevor sie überhaupt entdeckt werden. (dpa)

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