Nicht nur im Netz Gefahr lauert auch offline: Was tun bei Identitätsdiebstahl?

Wenn sich Betrüger sensible Daten von Dritten beschaffen, können sie auf fremden Namen und fremde Rechnung auf Shoppingtour gehen. Wer Opfer solch einer Masche wird, sollte zügig reagieren.
23.10.2021, 10:00
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

Mainz (dpa/tmn) - Flattern Ihnen Rechnungen für angeblich bestellte Ware oder unberechtigte Inkassoforderungen ins Haus? Oder tauchen unerklärliche Abbuchungen auf dem Bankkonto auf? Dann sind das Indizien dafür, dass Ihre Identität von Betrügern missbraucht wird, sagt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Täter benötigen dafür lediglich einige persönliche Daten wie zum Beispiel Name, Geburtsdatum, Anschrift sowie Kreditkarten- oder Kontonummern. Damit schließen sie dann auf fremde Kosten Verträge ab.

Häufig wartet die Gefahr im Netz: Über Phishing-Mails oder Datenlecks kommen die Betrüger an die sensiblen Daten. Aber selbst wer noch nie im Internet bestellt hat und noch nicht einmal über eine E-Mail-Adresse verfügt, kann Opfer von Identitätsdiebstahl werden, warnt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Manchmal reichen Name und Adresse aus, wenn die Ware auf Rechnung bestellt wird. Anschließend brauchen die Betrüger die Ware nur beim Postdienstleister abzufangen. Die Geprellten erhalten die Rechnung.

Finanzinstitute sollten unbegründete Abbuchungen zurückführen

Und dann, was tun? Die Verbraucherzentrale rät, umgehend die Hausbank zu informieren. Betroffene Konten oder Karten sollten sicherheitshalber gesperrt werden - der Sperr-Notruf lautet 116 116. Ist bereits unberechtigt Geld abgebucht worden, sollten die Beträge durch die Finanzinstitute zurückgebucht werden.

Opfer sollten den Betrugsfall zudem umgehend der Polizei melden. Außerdem sollten Passwörter der betroffenen Accounts durch neue, sichere Passwörter ersetzt werden. Anschließend sollte der Identitätsklau auch bei Schufa und Co. angezeigt werden, um später keine Nachteile bei der Kreditwürdigkeit zu erleiden. Sollten sich später Inkassounternehmen mit Zahlungsaufforderungen melden, hilft ein Musterbrief der Verbraucherzentrale beim Widerspruch.

© dpa-infocom, dpa:211022-99-700204/2

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