Senioren Arzt immer über alle Arzneien informieren

Wiesbaden (dpa/tmn) - Vor dem Beginn einer Medikamenten-Behandlung sollten Patienten ihrem Arzt immer sagen, welche anderen Arzneien sie bereits nehmen. Denn die gleichzeitige Einnahme mehrerer Medikamente kann gefährlich sein.
01.02.2010, 15:31
Lesedauer: 1 Min
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Wiesbaden (dpa/tmn) - Vor dem Beginn einer Medikamenten-Behandlung sollten Patienten ihrem Arzt immer sagen, welche anderen Arzneien sie bereits nehmen. Denn die gleichzeitige Einnahme mehrerer Medikamente kann gefährlich sein.

Davor warnt Wolfgang Wesiack vom Berufsverband Deutscher Internisten in Wiesbaden. Entweder heben sich die Mittel dabei gegenseitig in ihrer Wirkung auf, sie verstärken einander oder haben sonstige unerwünschte Folgen. Einer Untersuchung zufolge nehmen Menschen ab 70 Jahren im Schnitt sechs verschiedene Medikamente.

Besonders für Ältere sei es sinnvoll, regelmäßig mit dem Arzt zu besprechen, welche Arzneien sie tatsächlich benötigen, rät Wesiack. Das beuge einem ungünstigen Medikamenten-Mix vor. So wirkt sich zum Beispiel ein Schmerzmittel womöglich negativ auf die Nierenfunktion aus. Das wiederum erhöht den Blutdruck, der seinerseits anderweitig behandelt wird - und so weiter.

Lösen lässt sich dieses Dilemma, indem der Patient entscheidet, welche Beschwerden bevorzugt behandelt werden sollen, sagt Wesiack. Bei Älteren seien die eventuellen Spätfolgen eines nicht ganz so streng eingestellten Blutzuckers zum Beispiel weniger bedeutsam als die Behandlung von Schmerzen, die den Alltag einschränken.

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