Gesundheit Bei Notruf Verdacht auf Herzinfarkt deutlich äußern

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Bei Verdacht auf Herzinfarkt sollte immer sofort der Rettungsdienst unter 112 alarmiert werden. Wichtig sei dabei, den Verdacht deutlich zu äußern, damit nicht nur ein einfacher Krankenwagen, sondern ein Rettungswagen mit Notarzt geschickt wird.
10.06.2010, 13:25
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Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Bei Verdacht auf Herzinfarkt sollte immer sofort der Rettungsdienst unter 112 alarmiert werden. Wichtig sei dabei, den Verdacht deutlich zu äußern, damit nicht nur ein einfacher Krankenwagen, sondern ein Rettungswagen mit Notarzt geschickt wird.

Das rät die Deutsche Herzstiftung in Frankfurt. Der Herzinfarkt gehöre zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Jeder vierte Infarktpatient stirbt, weil zu lange mit dem Notruf gewartet und dadurch eine schnelle Behandlung verzögert wird.

Typische Anzeichen für einen Herzinfarkt sind schwere, länger als fünf Minuten anhaltende Schmerzen im Brustkorb. Sie können in Arme, Schulterblätter, Hals, Kiefer und Oberbauch ausstrahlen. Auch ein starkes Engegefühl, heftiger Druck und ein Brennen im Brustkorb zählen zu den Alarmsignalen. Außerdem begleiten häufig Schweißausbruch, Übelkeit und Atemnot einen Infarkt.

Bei einem Infarkt verschließt ein Gerinnsel ein Herzkranzgefäß, so dass ein Teil des Herzmuskels keinen Sauerstoff mehr bekommt. Dieser Teil geht unwiederbringlich verloren, wenn die Behandlung zu spät kommt. Außerdem kann es in Folge eines Infarkts jederzeit zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen kommen, erläutert die Stiftung. Sie rät dringend davon ab, den Hausarzt zu alarmieren, da dieser auch nichts anders tun könne, als die 112 anzurufen.

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