Familie Bei Sonnenallergie behutsam an Sonne gewöhnen

Weimar (dpa/tmn) - Immer mehr Kinder leiden Experten zufolge unter einer Sonnenallergie. Betroffen sind vor allem Kinder, die sich während der Schulzeit wenig draußen aufhalten und dann auf Urlaubsreisen in den Ferien plötzlich extremer Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.
07.07.2010, 10:55
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Weimar (dpa/tmn) - Immer mehr Kinder leiden Experten zufolge unter einer Sonnenallergie. Betroffen sind vor allem Kinder, die sich während der Schulzeit wenig draußen aufhalten und dann auf Urlaubsreisen in den Ferien plötzlich extremer Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.

«Eltern sollten darauf achten, dass ihre Kinder im Frühjahr und Sommer besonders gut mit Kleidung und Sonnenschutzmitteln, die das UVA- und UVB-Spektrum herausfiltern, geschützt sind», empfiehlt Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Thüringen. Das gelte auch für Kinder, die keine Sonnenallergie haben.

Eine Sonnenallergie bezeichnet eine verzögerte entzündliche Reaktion der Haut auf ultraviolette Strahlung, insbesondere auf UVA-Strahlung. Zeigt ein Kind Stunden oder Tage nach Sonnenexposition an den nicht bedeckten Körperstellen stark juckende rote Pusteln, weist dies auf eine Sonnenallergie hin. Zur Linderung eignen sich Zink-Schüttelmixturen aus der Apotheke. Kühlung, zum Beispiel mit einem Aloe-Vera-Gel, verringert den Juckreiz.

«Eltern sollten aber bei der Verwendung von Arzneimitteln und Pflegestoffen in Verbindung mit Sonneneinstrahlung generell vorsichtig sein. Es gibt bestimmte Stoffe, die sich durch Sonnenlicht chemisch verändern und starke Hautreaktionen auslösen», warnt die in Weimar praktizierende Ärztin Niehaus. So könnten Pflanzen wie der Riesenbärenklau (Herkulesstaude), Schierlingskraut, Feigenblätter, Petersilie, Sellerie oder Gräser und Klee bei gleichzeitiger Einwirkung von UVA-Sonnenstrahlung schwere Hautschäden verursachen.

«Diese müssen dann wie Verbrennungen behandelt werden», betont Niehaus. Auch Medikamente wie Antibiotika oder Naturprodukte wie Nachtkerzenöl können verstärkte Reaktionen auf Sonne auslösen. Deshalb sollte der Kinder- und Jugendarzt auf jede Hautveränderung einen Blick werfen.

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