Senioren Für die häusliche Pflege anerkannte Fachkraft suchen

St. Katharinen (dpa/tmn) - Eine Pflegekraft für die häusliche Betreuung sollte eine anerkannte Ausbildung haben. Das ist nicht nur im Umgang mit dem Betroffenen wichtig, sondern auch aus Gründen der Haftung im Schadensfall.
07.09.2010, 15:30
Lesedauer: 2 Min
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St. Katharinen (dpa/tmn) - Eine Pflegekraft für die häusliche Betreuung sollte eine anerkannte Ausbildung haben. Das ist nicht nur im Umgang mit dem Betroffenen wichtig, sondern auch aus Gründen der Haftung im Schadensfall.

«Unqualifizierte Haushaltshilfen aus dem Ausland dürfen keine Grund- und Behandlungspflegemaßnahmen übernehmen», sagte Adelheid von Stösser, Vorsitzende des Pflege-Selbsthilfeverbands in St. Katharinen. Das sei schon aus Gründen der Haftung im Schadensfall nicht erlaubt - also beispielsweise bei einem Unfall.

Eine Grundpflegemaßnahme sei schon das morgendliche Waschen oder die Hilfe beim Anziehen und Essen, sagte von Stösser. Unter Behandlungspflegemaßnahmen fällt ein Verbandswechsel genau wie das Legen eines Katheters. Die Vermittlungsagenturen für Betreuer und Haushaltshilfen untersagten ihren Angestellten in der Regel solche Maßnahmen. «In der Praxis kommt das aber immer wieder vor.»

Diese Situation bringt Probleme mit sich. Eine 24-Stunden-Pflege durch eine anerkannte Pflegefachkraft ist von Stösser zufolge für Betroffene und deren Angehörige meist zu teuer: «Das ist kaum zu bezahlen.» Viele Demenzkranke beispielsweise bräuchten aber eine dauerhafte Betreuung. «Hier reicht eine Pflegekraft, die zweimal am Tag vorbeischaut, nicht aus.» Deshalb greifen Angehörige häufig auf eine günstige Pflegekraft aus dem Ausland zurück.

Betroffene sollten die ausländische Haushaltshilfe allerdings immer mit einer qualifizierten Pflegefachkraft kombinieren, empfiehlt von Stösser. «So etwas wird häufig gemacht.» Pflegefachkräfte müssen eine fachliche Ausbildung vorweisen, die auch in Deutschland anerkannt wird. Sie übernehmen bei Besuchen zu Hause wichtige Pflege- und Behandlungsaufgaben. «Das ist der einzig sichere Weg.» Die Kosten dafür seien in der Regel über die Pflegesachleistungen der entsprechenden Pflegestufe abgedeckt.

Häusliche Betreuungskräfte und Haushaltshilfen aus dem Ausland strebten nur verhältnismäßig selten überhaupt eine Anerkennung an, erläuterte von Stösser. «Diese Helferinnen kommen oft aus Polen oder anderen EU-Ländern. Sie sind entweder Hausfrauen oder haben alle möglichen Berufe.» Sie kümmern sich um alle Aufgaben, die keine Pflegemaßnahmen sind - zum Beispiel um Einkäufe für den Pflegebedürftigen. Wichtig sei dabei immer, dass sie legal in Deutschland beschäftigt sind.

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