Kreislauf beobachten Grillunfälle: Große Brandwunden nicht kühlen

Sommerzeit ist Grillzeit, doch der Genuss birgt auch Gefahren. Das zeigen Tausende Unfälle jedes Jahr. Im Ernstfall ist es wichtig, dass man richtig reagiert. Aber wie?
15.06.2021, 14:38
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

Hannover (dpa/tmn) - Auch wenn man hungrig ist und es kaum erwarten kann: Schnell eine Bratwurst mit den Fingern vom Grill stibitzen, ist keine gute Idee. Die Quittung können Brandblasen sein, warnt die Johanniter-Unfall-Hilfe Niedersachsen/Bremen.

Die gute Nachricht: Der Schmerz bei solchen kleineren Brandverletzungen lässt sich lindern, in dem man die betroffenen Stellen kurz mit normal temperiertem Wasser kühlt.

Handfläche als Grenzwert

Sobald aber die Verletzung größer als eine Handfläche ist, sei professionelle Hilfe nötig, erklären die Erste-Hilfe-Experten. Bis der Rettungsdienst vor Ort ist, sollte man Atmung und Kreislauf des Verletzten genau beobachten. Das gilt insbesondere bei großflächigen Verbrennungen und bei Gesichtsverbrennungen.

Wichtig ist: Große Brandwunden sollten nicht gekühlt werden, rät die Johanniter-Unfall-Hilfe. Es bestehe die Gefahr der Unterkühlung - eine weitere starke Belastung des Kreislaufs. Deshalb sollten Personen mit größeren Verbrennungen auch mit einer Wärmefolie aus dem Verbandkasten vor einer Unterkühlung geschützt werden.

Verpuffungsgefahr durch Spiritus

Besonders gefährlich wird es, wenn Spiritus auf die glühenden Kohlen geschüttet wird, damit der Grill rascher Betriebstemperatur erreicht: Stichflammen und Verpuffungen sind möglich.

Fangen Kleidungsstücke Feuer, ist sofortiges Handeln gefragt. Mit Decken kann man die Flammen ersticken. Die Johanniter raten außerdem, die Person auf dem Boden hin und her zu wälzen und sie gegebenenfalls mit Wasser zu übergießen.

© dpa-infocom, dpa:210615-99-02407/2

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