Ernährung Hinter Schluckbeschwerden kann Allergie stecken

Köln (dpa/tmn) - Klagen Kinder über Schluckbeschwerden, kann sich dahinter eine allergische Entzündung der Speiseröhre verbergen. Sie kann unabhängig von der Nahrung für Schmerzen sorgen.
02.06.2010, 10:32
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Köln (dpa/tmn) - Klagen Kinder über Schluckbeschwerden, kann sich dahinter eine allergische Entzündung der Speiseröhre verbergen. Sie kann unabhängig von der Nahrung für Schmerzen sorgen.

«Die Speiseröhre schwillt vermutlich als Immunreaktion auf allergene Bestandteile in der Nahrung oder Luft an», erläutert Ulrich Fegeler, Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte in Köln. Dadurch falle es Kindern oft schwer, feste Speisen hinunterzuschlucken. «Oder sie haben sogar das Gefühl, dass ihnen etwas im Hals stecken bleibt.»

Fachleute nennen das Krankheitsbild «Eosinophile Ösophagitis». Bei Kindern in Industrienationen werde es immer häufiger beobachtet. Auch Schmerzen hinter dem Brustbein, Brennen in der Speiseröhre, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall und Gewichtsverlust könnten Symptome dafür sein, zählt Fegeler auf. Meist seien Jugendliche - überwiegend Jungen - betroffen. Kleinkinder erkranken nur selten daran.

Am häufigsten seien Kuhmilch, Hühnereiweiß, Soja, Erdnüsse, Eier, Meeresfrüchte und Weizenmehl die Auslöser. Aber auch genetische Ursachen stehen seit kurzem im Verdacht, mitverantwortlich für die allergische Reaktion zu sein. «Das Vermeiden der Allergene hilft zunächst, die Beschwerden zu lindern. Eltern sollten bevorzugt breiige und flüssige Nahrung anbieten, um Kindern das Schlucken zu erleichtern», rät Fegeler. Nach einigen Wochen entscheidet der Arzt, ob das Kind langsam wieder auf normale Mischkost umsteigen kann. Manchmal verschreibe er auch sogenannte Kortikosteroide zum Schlucken - sie sollen das Entstehen eines Narbengewebes in der Speiseröhre verhindern.

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