Wissenschaft Neue Hinweise zur Vermeidung von Brustkrebs

Erlangen. Forscher aus Erlangen haben einen neuen Ansatz für Therapie und Vorbeugung von Brustkrebs gefunden. Das internationale Team zeigte, wie einige Hormone das Wachstum von Brustkrebs fördern, teilte die Universität Erlangen-Nürnberg mit.
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Erlangen. Forscher aus Erlangen haben einen neuen Ansatz für Therapie und Vorbeugung von Brustkrebs gefunden. Das internationale Team zeigte, wie einige Hormone das Wachstum von Brustkrebs fördern, teilte die Universität Erlangen-Nürnberg mit.

Der Zusammenhang zwischen der Gabe bestimmter Hormonpräparate und Brustkrebs ist seit langer Zeit bekannt. Der genaue Mechanismus aber, über den Hormone die unkontrollierte Zellvermehrung begünstigten, sei unklar gewesen, ergänzte die Universität.

Zellen der Brustdrüse besitzen Empfängermoleküle (Rezeptoren) für Östrogene und Progesterone. Besonders Medroxy-Progesteron, das bei der Dreimonatsspritze zur Verhütung eingesetzt wird, und andere synthetische Progesterone erhöhen das Risiko für Brustkrebs.

Die Wissenschaftler zeigten jetzt, dass Progesterone ein Signalprotein namens RANKL beeinflussen. Dieses ist für den Auf- und Abbau von Knochen von Bedeutung. Unter dem Einfluss von Progesteron wird RANKL auch in der weiblichen Brust gebildet. Es fördert dort das Zellwachstum in der Brustdrüse und vermehrt außerdem die Stammzellen, die für die Entwicklung von Brustkrebs verantwortlich sind. Dies begünstigt das Entstehen bösartiger Tumore. Bereits heute lässt sich das Protein RANKL hemmen. Diese Resultate sind im Journal «Nature» veröffentlicht worden.

«Durch die Erkenntnisse der Zusammenhänge von Progesteron und RANKL ergeben sich in Zukunft bessere Möglichkeiten für die Therapie von Patientinnen mit Brustkrebs, aber auch zur Vorbeugung einer Tumorentwicklung, da Veränderungen von RANKL der klinischen Manifestation der Erkrankung vorausgehen», erläuterten die Forscher weiter.

Brustkrebs ist in den westlichen Industrienationen die häufigste Tumorerkrankung bei Frauen - jede zehnte erkrankt im Laufe ihres Lebens daran. (dpa)

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