Ernährung Schokolade doch kein Migräne-Auslöser

München (dpa/tmn) - Migränepatienten überschätzen häufig Nahrungsmittel als Auslöser für ihre Beschwerden. Eine neue Untersuchung rehabilitiert nun sogar die viel gescholtene Schokolade.
29.03.2010, 15:31
Lesedauer: 1 Min
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München (dpa/tmn) - Migränepatienten überschätzen häufig Nahrungsmittel als Auslöser für ihre Beschwerden. Eine neue Untersuchung rehabilitiert nun sogar die viel gescholtene Schokolade.

Spezielle Diäten sind nach Einschätzung der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) in München für die meisten Betroffenen unnötig. So sei etwa der grundsätzliche Verzicht auf Alkohol in der Regel überflüssig. Auch Schokolade stehe zu Unrecht im Ruf, Migräneattacken auszulösen, erläutert die DMKG unter Berufung auf entsprechende wissenschaftliche Untersuchungen.

In der Vorphase eines Migräneanfalls bekommen Patienten häufig unter anderem Heißhungerattacken - und vertilgen in kürzester Zeit eine ganze Tafel Schokolade. In einer Studie wurden zwei Patientengruppen untersucht. Die eine war überzeugt, dass ihre Migräneattacken durch Schokolade ausgelöst würden, die andere hatte keinen derartigen Auslöser bei sich beobachtet. Beide Gruppen bekamen in einer Blindverkostung einmal Schokolade und einmal einen Ersatzstoff, der sich geschmacklich nicht von Schokolade unterschied.

Zwischen den Gruppen wurden keine signifikanten Unterschiede festgestellt - die Migräneattacken traten ähnlich häufig auf. Der DMKG zufolge könnte aber eine Essattacke vor dem eigentlichen Migräneanfall für manche Patienten sogar günstig sein. Der Körper rüste sich im Vorfeld schwerer Migränesymptome und nehme Kalorien auf, bevor Appetitlosigkeit und Übelkeit einsetzen.

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