Ärzte fürchten Notaufnahme-Welle

Zum Deutschland-Spiel wird es heiß

Hamburg. Sonnencreme und Wasserflasche dürfen auf keinen Fall fehlen - das Wetter zeigt in den nächsten Tagen, was der Sommer in Deutschland alles zu bieten hat. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigt bis zum Wochenende Höchstwerte von über 30 Grad an.
29.06.2010, 23:23
Lesedauer: 1 Min
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Hamburg. Sonnencreme und Wasserflasche dürfen auf keinen Fall fehlen - das Wetter zeigt in den nächsten Tagen, was der Sommer in Deutschland alles zu bieten hat. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigt bis zum Wochenende Höchstwerte von über 30 Grad an.

Im Süden und Westen kann es immer wieder Gewitter geben - auch mit Hagel. Am Sonnabend heizt dann die Sonne beim Spiel der deutschen Mannschaft gegen Argentinien den Fans zusätzlich ein: Mehr als 35 Grad soll es heiß werden, wenn sich wieder Hunderttausende zum Public Viewing treffen.

Ärzte warnen bereits vor einem Anstieg von Hitzepatienten in den Notaufnahmen. Wenn am Freitag deutschlandweit die Quecksilbersäule auf bis zu 34 Grad steigt, werde erfahrungsgemäß jeder zehnte Patient wegen hitzebedingter Beschwerden eingeliefert, teilten die Asklepios Kliniken mit.

«Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme, allgemeines Unwohlsein - das sind die üblichen Symptome, mit denen die Patienten zu uns kommen», sagt der Hamburger Notfallmediziner Michael Ehnert. Experten raten daher zu luftiger Kleidung. Die pralle Sonne sollte gemieden und viel getrunken werden - aber kein Alkohol.

Wer frisches Obst und Gemüse in seinen Picknickkorb packt, ist bestens gerüstet. Denn den daheimgebliebenen Sommerurlaubern biete das Wetter ähnliche Temperaturen wie in den Feriengebieten in Portugal und Spanien, sagte Meteorologin Dorothea Paetzold vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Auf den Balearen und Kanaren könnte es wegen einer frischen Meeresbrise sogar kühler sein als zwischen Mecklenburgischer Seenplatte und Bodensee.

Sorgen macht die anhaltende Trockenheit der Landwirtschaft: In Nordrhein-Westfalen beklagen Bauern verdorrte Erdbeeren, wenig Wachstum beim Getreide und kaum saftige Grashalme für die Kühe. Besonders im Norden und Nordosten steigt die Waldbrandgefahr. «Es kommt zu wenig Wasser runter und das auch noch an den falschen Stellen, wo es nicht so dringend gebraucht wird», sagte Paetzold.

In den Wäldern, Mooren und Heidegebieten im Osten Niedersachsens wird die höchste Warnstufe 5 für die kommenden Tage erwartet. Aber auch in Nordrhein-Westfalen und Thüringen ist es laut DWD mancherorts zu trocken. «Entwarnung gibt es in keinem Bundesland.» (dpa)

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